14. August 2016

MRSA-Befall des Nasen-Rachen-Raums – ein Selbstversuch

Kategorie: Allgemein,Aromapflege Tags: – Autor: Tanja Kapell – 12:08

Eine persönliche Anwendungsbeobachtung ist mir gerade beim Sichten meiner Dateien wieder ins Auge gefallen:
Meine persönliche MRSA-Sanierung.

2012 wurde im Rahmen eines stationären Aufenthaltes ein MRSA-Befall des Nasen-Rachen-Raums bei mir festgestellt. Da ich in der Klinik meine ätherischen Ölen nicht dabei hatte und mein Kopf mit anderen Dingen beschäftigt war, nutzte ich die bereitgestellten Medikamente und Waschlösung zum Beginn der Sanierung. Schon am 1. Tag der Benutzung der roten Mundspüllösung hatte ich das Gefühl, meine Mundschleimhaut steht in Flammen. Der Geschmackssinn verabschiedete sich am nächsten Tag dann auch mehr und mehr. Bei der Nasensalbe hatte ich das Gefühl, sie kleistert mir die Schleimhaut zu und ständig musste ich niessen. Bei dem Eradikationsschema ist es in der Klinik so angedacht, sich mind. 1 mal täglich mit einer desinfizierenden Waschlotion zu duschen, besser sogar 2 mal täglich. 2 Tage Anwendung, meine Haut juckte und schuppte. Bis dahin hatte ich nie Probleme mit trockener Haut. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie die Menschen aussehen, wenn sie mit der Waschlotion gewaschen werden und die Seifenreste werden nicht richtig abgewaschen. Nach 5 Tagen durfte ich wieder nach Hause und nach 4 Tagen behandlungsfreier Zeit erfolgte der erste Kontrollabstrich. Sowohl Haut wie auch Schleimhaut waren noch besiedelt.
Jetzt stellte ich mir eine persönliche ätherische Ölmischung zusammen. Als Grundlage nutzte ich die Literatur von Prof. Dr. Dietrich Wabner:

Grundmischung:

10 Trpf. Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
10 Trpf. Manuka (Leptospermum scoparium)
10 Trpf. Niauli (Melaleuca viridiflora)
5 Trpf. Teebaum (Melaleuca alterifolia)
5 Trpf. Thymian thymol (Thymus vulgaris ct thymol)
8 Trpf. Thymian linalool (Thymus vulgaris ct linalool)
8 Trpf. Palmarosa (Cymbopogon martini)
15 Trpf. Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
5 Trpf. Zimtrinde (Cinnamomum zeylanicum)
( bei Menschen mit sehr empfindlicher Haut die Zimtrinde weglassen)

Nasenöl:

10 ml Jojobaöl
10 ml Johanniskrautöl
+ 4 Trpf. der Grundmischung (2%ige Mischung)

Mindestens 3 mal täglich Mischung mittels Watteträger in jedes Nasenloch einbringen

Mundspülung:

50 g Zucker + 15-20 Trpf. der Grundmischung (am besten die Grundmischung in ein Schraubglas tropfen, die Wände damit benetzen, den Zucker einfüllen, alles gut durchschütteln und gut 4 Stunden durchziehen lassen)
1 Tasse Tee aus Salbei und Ringelblumenblütenblätter ( je 1 TL) frisch aufbrühen
Tee auf „Trinktemperatur“ abkühlen lassen, ½ Tl des Zuckers einrühren und den Mund gründlich umspülen, evtl. gurgeln. (sollte dies nicht möglich sein, funktioniert die Mischung sicher auch als Mundspray, dann evtl. häufiger anwenden)
Ebenfalls 3 mal tägl. anwenden.

Körperöl:

50 ml Jojobaöl
50 ml fettes Öl nach Wahl
+ 30-40 Trpf. der Grundmischung (1,5-2%ige Mischung)

Morgens nach der Körperpflege in die noch feuchte Haut einmassieren und evtl. abends nochmals als Einreibung anwenden

Als Alternative kann das Körperöl auch mit einem Emulgator zusammen ins Waschwasser eingebracht werden. Auf eine Waschschüssel mit ca. 5 Liter Wassermenge würde ich 4 EL des Körperöls wählen. Ich persönlich finde das Körperöl aber effektiver, weil meiner Meinung nach die atherischen Öle länger „wirken“ können/in den Organismus aufgenommen werden.

Dieses persönliche Schema habe ich 5 Tage angewendet, 4 Tage pausiert und am 5. behandlungsfreien Tag erfolgten wieder Abstriche. Diese konnten keine Erreger mehr nachweisen.

Da mein Immunsystem durch 2 chronische Autoimmunerkrankungen dauerhaft geschwächt ist, habe ich mir den MRSA 2 Jahre später wieder eingefangen. Ich nutzte die gleiche Mischung mit identischem Ablauf, nur diesmal direkt von Beginn der Befundstellung an. Nach dem ersten Zyklus war ich wieder keimfrei.
Für mich eine Bestätigung der desinfizierenden Wirkung der ätherischen Öle.

Natürlich bin ich mir bewusst, dass diese Mischung nicht bei jedem MRSA-besiedelten Patienten zum Erfolg führen kann. Für diesen Fall haben wir allerdings noch die Möglichkeit, ein Aromatogramm in einem spezialisierten Labor anfertigen zu lassen. Mit einer ganz individuell auf diesen Keim abgestimmten Mischung bin ich mir allerdings sicher, die überwiegende Zahl der Infektionen in den Griff zu bekommen. Ohne Resistenzentwicklungen und ohne lästige Begleiterscheinungen für den restlichen Organismus.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass meine Kollegen ausnahmslos negativ getestet wurden. Unser betreunder Palliativmediziner hatte das Personal getestet nach meinen Befunden um eine ständige Re-Infektion im eigenen Kreis zu verhindern.

2 Comments »

  1. Liebe Tanja,
    ich kann dir nur Recht geben, die Öle wirken in jeder Hinsicht (Keime-Duft/Geruch-Hautpflege).Ich habe gerade einen Patienten mit über 136 Kilo, die Bestrahlung am Bauch bei Harnblasen-Ca dauert nur noch eine Woche. Normalerweise haben viele unserer Patienten gegen Ende der Bestrahlungen größere Hautdefekte. Hier konnte ich die Hautfalten gleich mit dem Candidaöl versorgen und bis heute ist seine Haut intakt. Dem Patienten geht es gut und sogar meine Kollegen äußerten sich positiv über den „besseren Duft“.
    Es ist einfach schön immer wieder die positiven Auswirkungen der Öle zu sehen und auch zu erleben.
    Dir noch herzlichen Dank für deinen Beitrag
    Christiane

    Comment by Schweizer Christiane — 22. August 2016 @ 16:05

  2. Hallo liebe Christiane,

    leider komme ich erst heute zu einer Antwort auf dein Feedback. Da habt ihr ja auch einen tollen Erfolg zu verzeichnen. Die Öle sind richtig angewendet absolute Powerpakete. Danke auch dir für den wertvollen Erfahrungsbericht.

    Comment by Tanja Kapell — 18. Oktober 2016 @ 23:26

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