25. Oktober 2016

Hydrolate

Kategorie: Allgemein,Aromapflege,Aromatherapie,Duftpflanzen – Autor: admin – 10:32

Hydrolate – „wildes Herz der Pflanzen“ (Susanne Fischer-Rizzi)
erstellt: Natalie Rosenhauer von Löwensprung

Definition und Gewinnung

Ein Hydrolat ist das Produkt einer Wasserdampfdestillation von Heil- und Duftpflanzen.

Bei diesem Prozess wird der Dampf mit wasserdampflöslichen Molekülen angereichert und bei der anschließenden Kondensation durch Abkühlung von den gewonnenen ätherischen Ölen getrennt und abgezogen.

In Apotheken werden oft unechte „Hydrolate“ hergestellt, insbesondere Rosenwasser.

Dafür wird destilliertes Wasser mit ätherischen Öl, natürlichen oder auch künstlichen Aromen vermischt.

Das echte Hydrolat enthält jedoch einen Anteil an wasserlöslichen Inhaltsstoffen. Es setzt sich bei der Destillation sozusagen „mit der Pflanze auseinander“.

In den Mittelmeerländern, im Iran, in der Türkei und in Nordafrika werden Hydrolate ganz gebräuchlich im Alltag verwendet: in der Küche, als Pflege für Haut und Haare, und als Medizin. Im mitteleuropäischen Raum haben sie eine lange Tradition als sog. Pflanzenwässer, oder „gebrannte Wässer“. Mit der Aromatherapie und Aromapflege erleben sie Hand in Hand eine Wiederentdeckung.

Herkunft: Marokko, Portugal, Süd-Frankreich, Süd-Italien

 

Inhaltsstoffe

Das Hydrolat kann ganz andere Inhaltsstoffe von der destillierten Pflanze enthalten als das gewonnene ätherische Öl.

Es enthält zum einen wasserdampfflüchtige lipophile Bestandteile und zum anderen wasserlösliche flüchtige Inhaltsstoffe der Pflanzen, sowie zwischen 0,03-0,5 % ätherische Öle (sog. Wasseröle) und z.T. Artefakte. Damit sind die Hydrolate die Schnittstelle zwischen der herkömmlichen Pflanzenheilkunde, die primär mit den wasser- und alkohollöslichen Pflanzenanteilen arbeitet, und der Aromatherapie bzw. –pflege.

Insgesamt müssen diese einzelnen Substanzen leichter als 250 g/mol (Price 2004) sein, um in der Destillation in den Wasserdampf gelöst zu werden. Das bedeutet, dass besonders die leichteren und kleineren Moleküle im Hydrolat vorzufinden sind:

  1. Die Wasseröle sind im Hydrolat in feinsten Tröpfchen verteilt, und enthalten im Gegensatz zum oben aufliegenden ätherischen Öl besonders die wasserlöslichen Substanzen der ätherischen Öle wie Alkohole, Aldehyde, Ester, Ketone und Spuren von 1,8 Cineol, daneben Säuren, die den pH-Wert senken. So ist in hochwertigem Rosenhydrolat viel Phenylethanol und Phenylester enthalten, deutlich mehr als im ätherischen Öl der Rose.
  2. Von den wasserlöslichen Substanzen können sie noch Gerbstoffe, Scharfstoffe und teilweise Vitamine, und in Spuren viele andere Stoffe enthalten.
  1. Artefakte nennt man Stoffe, die in der Natur so nicht vorkommen, sondern erst durch die Destillation entstehen, wie z.B. Chamazulen, Sulfide oder Aceton.

 

Wirkung und Dosierung

Die Wirkung der Hydrolate im Allgemeinen kann man als ganzheitlich und mild beschreiben. Susanne Fischer-Rizzi beschreibt ihre Wirkung als 4-5x stärker als Teezubereitungen, daher reichen Dosierungen im TL-Bereich aus. Man kann sie äußerlich anwenden, auch bei empfindlicher Haut, Babys und älteren Menschen. Auch eine innerliche Anwendung ist möglich: man dosiert tee- bis esslöffelweise in Wasser.

 

Haltbarkeit, Hygiene, Handhabung

Während der Destillation entsteht absolut reines Hydrolat, das eigentlich sehr lange haltbar sein kann. Wenn es mit sauberen Arbeitsgeräten in Flaschen umgefüllt wird und die Temperaturunterschiede nicht zu groß sind, halten sich die meisten Hydrolate mindestens 0,5 bis sogar 2 Jahre.

Das kommt natürlich auch auf die Inhaltsstoffe an. Nerolihydrolat hält erfahrungsgemäß sehr lange, wogegen das Weisstannenhydrolat schon nach einigen Monaten umkippen kann (sehr wahrscheinlich finden sich im Weisstannenhydrolat sehr wenige Alkohole).

Einige Firmen setzen Alkohol oder sonstige Mittel zur Haltbarmachung zu.

Damit hält das Hydrolat zwar länger, ist aber für die Pflege von Haut und Haaren nicht zu empfehlen.

Es wird eine Reifezeit des Hydrolates empfohlen. Diese liegt zwischen einigen Wochen bis zu einem Jahr. In dieser Zeit verflüchtigen sich eventuell enthaltene Stoffe wie Schwefelverbindungen und der Gesamtduft wird angenehmer und runder.

  • Einige Destilleure arbeiten sehr hochwertig, und so enthalten deren Hydrolate größere Mengen an Wasseröl, was das Hydrolat länger haltbar macht.
  • Die Angaben auf dem Etikett eines Hydrolats sollten der Kennzeichnung eines hochwertigen ätherischen Öles entsprechen!
  • Die Hydrolate sollten in dunklen, lichtundurchlässigen Flaschen abgefüllt sein. Wer selbst destilliert, sollte darauf achten, dass die Flaschen sehr gut befüllt sind, damit wenig Platz für Sauerstoff in der Flasche bleibt, der den Alterungsprozess beschleunigen kann.
  • Die Öffnung der Flasche sollte möglichst nicht berührt werden, um eine Verkeimung zu verhindern; nach Möglichkeit setzt man einen Sprühaufsatz auf die Flasche auf.
  • Die Flaschen sollten kühl, trocken, lichtgeschützt und bei gleichbleibender Temperatur gelagert werden (die Bildung von Kondenswasser bei Temperaturschwankungen fördert die Verkeimung).
  • Anzeichen einer Verkeimung oder Umkippen der Hydrolate sind: muffiger Geruch, Schlieren- und Wolkenbildung.

Geruch

Der Geruch eines Hydrolates hat selten etwas mit dem Duft des dazugehörigen ätherischen Öls zu tun. Sehr gut festzustellen ist es am Lavendelhydrolat. Es duftet dumpf und krautig und hat wenig Ähnlichkeit mit dem Lavendelöl, denn es fehlen besonders die Ester, die eine wichtige Leitsubstanz im ätherischen Lavendelöl sind! Das Salbeihydrolat hingegen enthält relativ viel Thujon (leicht hydrophiles Monoterpenketon), und riecht dem ätherischen Salbeiöl sehr ähnlich.

Dementsprechend unterscheidet sich bisweilen auch die Wirkweise der Hydrolate von den ätherischen Ölen ein und derselben Pflanze. In der Regel wirken Hydrolate und ätherische Öle synergistisch und lassen sich wunderbar kombinieren.
Quellen:

Kleindienst-John, Ingrid: Hydrolate – Sanfte Heilkräfte aus Pflanzenwasser, Freya Verlag, Linz 2012

Fischer-Rizzi, Susanne: Das große Buch der Pflanzenwässer, AT Verlag, München 2014

5. August 2016

Nachlese zur Aromastudienreise zu Latschen und Zirben

Kategorie: Allgemein,Aromapflege,Aromastudienreisen,Aromatherapie,Duftpflanzen – Autor: Hoch Maria – 23:14

Die Düfte von Latsche und Zirbe

Die Zirben, die Grossen und die Latschen, die Zwerge,

es sind die Öle von Grenzgängern der Berge.

Sie trotzen allen Wettern, bieten Widerstand,

die Bäume der Extreme aus dem hochalpinen Land.

 

Und genau diese Kraft vermitteln sie,

sie verleihen uns Flügel und viel Energie

oder verhelfen uns zur nötigen Ruhe

und geben uns Stabilität wie feste Schuhe.

 

Sie lehren uns, mit Grenzen umzugehen

und wieder stabil im Leben zu stehen.

Diese Düfte sind eine Erfahrung wert

Sie sind nicht umsonst uralt bewährt.

                                                                                  Maria Hoch

Am 16.07.2016 startete eine internationale Gruppe voller Erwartungen Richtung Südtirol. Die Aromastudienreise zu den Latschen- und Zirbelkiefern stand unter Hochdruckeinfluss, d.h. los ging es am Samstag, den 16.07.2016 bei herrlichem Wetter. Die erste Sehenswürdigkeit waren die Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran.Garten © Hoch Maria AromaCampus

Die Gärten standen in ihren einzelnen Themenbereichen in voller Blüte und waren für jede/n einzelne/n Teilnehmer/in ein Genuß. Es ist ein außergewöhnlicher Ort, der erkundet und mit allen Sinnen erlebt werden kann!

Yuccablüte © Hoch Maria AromaCampus

Yuccablüte 

Ganz beeindruckt von einem der schönsten Gärten Italiens fuhren wir am Abend ins Pustertal zu unserer Übernachtungsstätte nach Kiens. Die Südtiroler Spezialitäten waren ein Genuss.

Am Sonntag war die Fahrt ins Ahrntal in unserem Programm zum Biolandhof -Moserhof, wo uns ein Demeter – Mittagessen von Michael Oberhollenzer mit Frau serviert wurde. Danach berichtete  Herr Oberhollenzer von seinem Biohof und dem Projekt „ahrntal natur“ mit

Staubbad-Hühner © Hoch Maria AromaCampusGefiederpflege im Staubbad

Duroc-Schweinen, Hühnern und Milchschafzucht. Welche Mineralien in diesem Tal in der Erde aufeinander treffen und den Kartoffel- und Gemüseanbau gedeihen lassen endete mit „Katzengoldsuche“ im Kartoffelfeld. In Sand in Taufers wurde auf der Rückfahrt ein Zwischenstopp eingelegt und wer wollte, konnte die Burg besuchen oder an der Taufers spazieren gehen. Der Montag begann mit Franz Niederkofler, ab in die Berge

Südtirol © Hoch Maria AromaCampusSüdtiroler Bergwelt

zu den auf ca. 2000 m hoch gelegenen Latschen, Zirben, Lärchen…..

 Wir sahen die schwierige, sehr aufwendige Latschenkiefernernte.

Latschenkiefern schneiden © Hoch Maria AromaCampus Latschenkieferernte

Franz Niederkofler informierte uns sehr ausführlich über das Wachstum der Latschen und Zirben, Latschenkieferspitze mit Zapfen © Maria Hoch

Latschenkieferspitze mit Zapfen

die Ernte, die Pflege von Almen und die Nachhaltigkeit im Naturschutz. Danach wies er die Teilnehmer/innen in das „Korrekte Bündeln der geschnittenen Latschenzweige“ ein.

Bündeln © Hoch Maria AromaCampus Einweisung ins Bündeln

Latschenernte © Hoch Maria AromaCampus  Bündeln der Latschenzweige

Alle halfen mit und schleppten die Bündel an die Straße.

Latschenernte 1 © Hoch Maria AromaCampus

Tragen der Bündel zum Waldweg

Während der Mittagspause (Picknick im Wald) erzählte Franz noch den Weg der Latschenzweige ins Tal mit Gegenüberstellung heute und zu früheren Zeiten. Anschließend fuhren wir zur Destille und erlebten den Wechsel von der fertigen Zirben-Destillation bis hin zur neu gefüllten Destille für die Wasserdampfdestillation der Zirbelkiefer.

Zirben fertig destilliert- Entleeren der Biomasse

Zirben fertig destilliert- Entleeren der Biomasse

Zirben fertig destilliert- Entleeren der Biomasse

Zirben fertig destilliert- Entleeren der Biomasse

Eine neue beeindruckende Schneidemaschine zerkleinert die Äste und Nadeln sehr schonend, damit möglichst viele Öldrüsen mit den wertvollen ätherischen Ölen erhalten bleiben und während der Destillation gewonnen werden können.

Zirbenäste und Nadeln schneidet und zerkleinert die Schneidemaschine ganz korrekt

Zirbenäste und Nadeln zerkleinert die Schneidemaschine

Das Verfahren der Gewinnung von Latschen- und Zirbelkiefernöl wurde von Franz ausführlich dargstellt.

Anschließend wurden die verbrauchten heißen Hackschnitzel der Zirben in ein  Holzhaus gebracht, in dem  wir gemeinsam ein angehmes Zirbenfußbad genossen.

Zirbenfußbad

Zirbenfußbad

 

Danach wurden die Füße an einem idyllischen Platz im Bach abgekühlt.

Am Abend wanderten wir an Wildblumen vorbei  zum Abendessen zur Moarhof-Alm, wo der Blick in die Bergwelt jeden ertsaunen ließ.

Bergblick © Hoch Maria AromaCampusBergwiese Südtirol © Hoch Maria AromaCampusWildblumenwieseAlmhütte Latschenreise © Hoch Maria AromaCampus

Aromastudienreisegruppe

Der Rückweg war bei fast vollem Mond ein einmaliges Erlebnis. In so einer wunderschönen Abendstimmung konnte ein Teil der Gruppe noch nicht nach Hause gehen. Franz zündete ein Feuer an und der Tag endete mit einer Kostprobe Zirbenschnaps und einer herrlichen Räucherung am Feuer. Eine  ganz friedliche, überwältigende Stimmung erfüllte uns still.

Dienstag hielt Franz einen Vortrag über die ätherischen Öle von Latschen- und Zirbelkiefern. Er zeigte uns die solarbetriebene Trocknungsanlage der Kräuter, die einzelnen Labore zur Herstellung von Mazeraten, Tinkturen, Salben, Labor © Hoch Maria AromaCampusSaunaaufgüssen, Bonbons und Tees. Sehr beeindruckt von dem Familienbetrieb Bergila kam zum Schluß der sehnsüchtig erwartete Einkauf  und ein Spaziergang im Kräutergarten.Sonnehut © Hoch Maria AromaCampus

roter Sonnenhut

Muskatellersalbei © Hoch Maria AromaCampus

Muskatellersalbei

Schwarzkümmel © Hoch Maria AromaCampus

Schwarzkümmelblüte

Nach dem Mittagessen am Issinger Weiher war es Zeit für die Rückfahrt. Abends in München angekommen war die Aromastudienreise zu den Latschen, Zirben, Lärchen, Fichten, Weißtannen und vielen Kräutern voll mit vielen unvergesslichen Erlebnissen am 19.07.2016 zu Ende. Es war eine großartige Duftreise mit Christiane Lübke und Maria Hoch als Reisleiterinnen, die jedem empfohlen werden kann und das Duftleben bereichert.

Mehr zu Latschen- und Zirbenöl finden Sie im Aromareport 12

siehe: Aromareport 12

13. Juni 2016

Aromakongress „Heilsame Düfte“ von Aroma forum International e.V.am 04. und 05.06.2016 im Botanischen Garten in München

Kategorie: Allgemein,Aromapflege,Aromatherapie,Aromatherapie für Tiere,Duftpflanzen – Autor: Hoch Maria – 17:59

Am 04. und 05.06.2016 fand der große Aromakongress „Heilsame Düfte“ von Aroma Forum International e.V. im antiken Hörsaal und im wunderschönen Ambiente des Botanischen Gartens in München statt. Hier einige Ausschnitte- mehr folgen  in der Bildergalerie auf der Homepage von Aroma Forum International e.V.

Der Hörsaal des Botnaischen Gartens München

Vorm Hörsaal des Botnaischen Gartens München

Irisgarten in voller Blüte

Irisgarten in voller Blüte

Ausstellung Heilsame Düfte

Ausstellung Heilsame Düfte

Vorbereitung Einlass

Vorbereitung Einlass

Hörsaal

Antiker Hörsaal im Botanischen Garten München

Begrüßung Frau Dr. Bayer

Begrüßung Frau Dr. Bayer

Begrüßung Maria Hoch

Begrüßung Maria Hoch

Chinesische Heilpflanzen- die grüne Apotheke Chinas entdeckenReferent Prof. Heubl und Moderatorin Monika Werner

„Chinesische Heilpflanzen- die grüne Apotheke Chinas entdecken“ – Referent Prof. Heubl und Moderatorin Monika Werner

Die Kunst des Destillierens Referent Franz Niederkofler und Monika Werner

„Die Kunst des Destillierens“ – Referent Franz Niederkofler und Monika Werner

Strategien zur Umsetzung der Aromapflege in der Akutklinik - Referentin Maria Hoch

„Strategien zur Umsetzung der Aromapflege in der Akutklinik“ – Referentin Maria Hoch

Ätherische Öle in Klinik und Praxis u.a. bei mikrobiellen Infektionen Rferent Tobias Matreitz

„Ätherische Öle in Klinik und Praxis u.a. bei mikrobiellen Infektionen“ – Referent Tobias Matreitz

Aromatherapie bei Clostridien-Nachweis, ein Bericht aus der Naturheilpraxis Referent Daniel Petrak

„Aromatherapie bei Clostridien-Nachweis, ein Bericht aus der Naturheilpraxis“ –  Referent Daniel Petrak

bea-00141- Prof. Franz

„Aromen und ätherische Öle in der Veterinärmedizin und Tierernährung“ –  Referent Prof. Chlodwig Franz

Märchen und Mythen in der osmologischen Begleitung Referent Martin Henglein

„Märchen und Mythen in der osmologischen Begleitung“ –  Referent Martin Henglein

Ein Geruch sagt mehr als 1000 Worte Referentin Christine Lamontain

„Ein Geruch sagt mehr als 1000 Worte“ –  Referentin Christine Lamontain und Moderatorin Maria Hoch

Aromatherapie im stationären psychotherapeutischen Behandlungsprozess Referentin Regular Rudof von Rohr und Moderatorin Maria Hoch

„Aromatherapie im stationären psychotherapeutischen Behandlungsprozess“ –  Referentin Regula Rudolf von Rohr und Moderatorin Maria Hoch

Ylang Ylangöl, analgesierend und sedierend Referent Emmerich Berg

„Ylang Ylangöl, analgesierend und sedierend?“ – Referent Emmerich Berg

Christiane und ich © Hoch Wolfgang AromaCampus

„Aus der Praxis- Ätherische Öle in der Intensivstation“ –  Referentin Christiane Lübke

Duftreptoren - zukünftige Zeilobjekte für Diagnose und Therapie Prof. Hanns Hatt und Moderatorin Maria Hoch

„Duftrezeptoren – zukünftige Zeilobjekte für Diagnose und Therapie“ –  Prof. Hanns Hatt und Moderatorin Maria Hoch

Winterhalle mit den Ausstellern zum Aromakongress Heilsame Düfte

Winterhalle mit den Ausstellern zum Aromakongress „Heilsame Düfte“

Stand Aroma Forum International e.V.

Stand Aroma Forum International e.V.

Aromakongress Cake-Pops

Aromakongress Cake-Pops

Aromakongress Cake-Pops

Aromakongress Cake-Pops

8. März 2016

Zollanforderung der BRD für Kräuterdestillen

Kategorie: Allgemein,Duftpflanzen – Autor: Susanne Raschke – 09:15

Aufgrund der Nachfrage zur Anmeldung einer Kräuter-Destille beim Zollamt, gebe ich hier gerne meine Erfahrungen vom Jahr 2009 weiter.

Wer in Deutschland eine Kräuter-Destille betreiben will, muss vor dem Kauf den Zoll informieren, sonst macht man sich strafbar, wegen der Brennereiordnung und dem Branntweinmonopolgesetzt.

Ist alles halb so wild wie es sich liest, hier die Maßnahmen dazu:

Ablauf

  1. Kräuter – Destille deiner Wahl festlegen, noch nicht kaufen. Kontakt mit dem Händler aufnehmen, man bekommt schon erste Hinweise zur Zollbearbeitung
  2. Hauptzollamt Stelle deines Wohnorts kontaktieren
    sein Vorhaben Kräuter Destille, Marke, Kennzeichnung, inkl. Größe in Liter Angabe ankündigen. Kontaktadresse geben lassen, für das schriftliche Einreichen.
  3. Sein Vorhaben schriftlich einreichen, inkl. Gewerbeschein oder sonstigen Nachweis der Selbständigkeit, Firma, Schulung usw., Hausadresse wo die Destille platziert wird, weil sie bei einer unangemeldeten Kontrolle auch an diesem Platz stehen sollte. Hinweis dazu von mir, ich habe sie als mobile Kräuter – Destille angemeldet, da man doch Seminar bedingt damit unterwegs ist, somit reicht der Wohnort, wo die Destille steht.
  4. Im Erstgespräch telefonisch abklären, ob der Kauf der Destille frei ist und das schriftliche Einreichen gleichzeitig erfolgen kann. Ich mußte alles erst schriftlich einreichen, danach bekam ich die Rückmeldung.
  5. Wenn die Destille in deinem Besitz ist, bitte das Zollamt informieren, es kommen dann der/die befugten Zollbeamten zur Überprüfung.

    Das wars!
    Ganz einfach und keine Angst, die Zollbeamten w/m sind sehr nett und freundlich. Sie wollen den/die Betreiber/in kennenlernen, sich ein Bild machen von dem, was man schriftlich eingereicht hat und dass kein Schnaps gebrannt wird. Aus meiner Sicht völlig in Ordnung, ist ja auch zum Wohle von uns allen, das kein illegaler Schnaps gebrannt bzw. Fussel in Umlauf gebracht wird, der  zur Blindheit führen kann.
    Somit gilt das gleiche wie bei einer angemeldeten Gewerbeküche, die unangemeldete Kontrolle des Hygienebeauftragten,
    in diesem Fall die Kontrolle durch die/der Zollbeamte/in (manchmal auch zu zweit) erfolgt in Zivilkleidung, Ausweis zeigen lassen.
    Diese Anleitung dient als Richtlinie, der aktuelle Stand liegt mir jetzt nicht vor, kann auch evtl. je Stadt unterschiedlich sein.

    Wünsche allen viel Spaß beim Auswählen der Destille, egal ob Glas, Edelstahl oder Kupfer, ihr werdet schon das Passende finden und los geht’s!
    Viel Freude beim Erkunden der bezaubernden Pflanzenwasser
    duftenden Kräutergrüße
    Susanne Raschke

    www.holledauer-kraeuterwerkstatt.de

    Herstellung von Hydrolaten oder Pflanzenwässern

    Herstellung von Hydrolaten oder Pflanzenwässern

     

22. Januar 2016

Osmologie – Düfte bewusst riechen und wahrnehmen

Kategorie: Allgemein,Aromapflege,Aromareport,Aromatherapie,Duftpflanzen,Wissenschaft – Autor: Hoch Maria – 18:31

Die letzte Ausgabe der Fachzeitschrift für Aromatherapie, Aromapflege und Aromakultur befasst sich intensiv mit dem Themenschwerpunkt der Osmologie. Eine spezielle Arbeit, die sich u.a. damit beschäftigt, Düfte intensiv wahrzunehmen. Eine spannende Ausgabe siehe: Aromareport 14 !

Düfte wahrnehmen

Gerade in der Winterzeit

bringen die Düfte Heiterkeit.

Rieche, nimm sie richtig wahr,

sie vertreiben die Ängste, ist doch klar.

 

Und riechst Du noch mal ganz bewusst,

am Lieblingsduft mit Herzenslust,

erlebst Du Friede, Stress lässt nach,

der Duft gibt das, was er versprach.

 

Man kann ihm lauschen, immer weiter

er geht mit Dir, wie ein Begleiter.

Er kann Dich auch nach innen führen,

und öffnen manch’ verschlossne Türen.

 

Genieße die Düfte und nimm Dir Zeit,

beobachte mit Achtsamkeit.

Und immer der Nase nach mit herrlichen Düften,

dann werden sie manches Geheimnis lüften.

 

Sie erhellen an dunklen Wintertagen

und die lichtvollen Stunden, sie überragen.

Sie vermitteln uns Geborgenheit,

die man so oft braucht in der stillen Zeit.

                                                                                         

                                                                                  Maria Hoch, im Dezember 2015

Aromareport 14 © Maria Hoch Aromacampus

24. September 2015

Aromareport SALBEI- Nominierung zur Award Verleihung 2015 in Graz

Kategorie: Duftpflanzen,NEWS – Autor: Lamontain Christine – 21:27

Zum 3. Mal riefen die Duftpflanzen nach GRAZ.                                                                                                                         2013 war es der THYMIAN, 2014 die MELISSE und in diesem Jahr lud der SALBEI ein.

Die Award Verleihung „theSCENTEDdrop“ für die besten Duftpflanzen-Projekte in sechs Kategorien – ein Ereignis, das seines Gleichen sucht.

33 Projekte standen im Wettbewerb. Knisternde Spannung lag in der Luft, wer wird wohl dieses Jahr einen begehrten „Duft-Bambi“ mit nach Hause nehmen dürfen? Es war ein grandioser Abend, mit einer Atmosphäre, die unvergesslich bleibt.

Deutschland war mit 5 Projekt-Einreichungen dabei. Davon wurden vier Projekte nominiert und drei Projekte erhielten den begehrten „Goldenen Tropfen“, auf duftenden Zirbenholz. Eine Trophäe hatte eine besonders lange Reise vor sich – sie wollte nach Hamburg.

Die Gewinner aus Deutschland:

  • Martina Kraus Schmückende Heilkräuter aus Keltern in Baden-Württenberg für ihre Schmuckkreation „Silbersalbei“ in der Kategorie: Kunst.
  • Marita Hoyer SaporaSena aus Hamburg (entgegengenommen von Janine Ratai i.V.) für Salbeilino-Sirup in der Kategorie: Kulinarik.
  • Prof. Dr. Thomas Efferth von der Johannes Gutenberg Universität Mainz (s.hier) für die Forschung zu Pharmakogenomische Identifizierung von zytotoxischen Verbindungen von Salvia officinalis in Krebszellen in der Kategorie: Wissenschaft.

…und Aroma Forum International e.V. war dabei!

DSC_4564_an CL (2)KAromareport 13 © Hoch Maria AromaCampus

In der Kategorie Wissenschaft erhielt der Verein Aroma Forum International e.V. , vertreten durch die Präsidentin Maria Hoch, mit dem Themenjournal über Salbei Aromareport 13- Die Kräfte der Salbeiöle eine Nominierungsurkunde siehe: Die Kräfte der Salbeiöle.

NominierungAromareport 13DSC_4565_an CL (2)K

Freudestrahlend nahm Maria Hoch ( links im Bild) die Urkunde entgegen, vergessen war aller Zeitstress – ihre Landung war punktgenau, denn sie kam quasi in letzter Minute zur Abendgala „an“geflogen…

Wie kam es zu dieser Veranstaltung rund um die Duftpflanzen und ihrer vielseitigen Erscheinungsformen im Alltagsleben?

Im Jahr 2012 hatte die Vorsitzende des größten Vereines für Aromapflege und gewerbliche Aromapraktiker e.V. VAGA, Ingrid Karner, die Idee zu diesem Projekt „the scented drop“.

Ihr Ziel: Menschen zu vernetzten, die sich mit Duftpflanzen und -kräutern beschäftigen. Menschen, die im Stillen großartige Dinge „zaubern“, Menschen, die gewerbliche innovative Ideen entwickeln und umsetzen, Menschen, die zur kulturhistorischen Entdeckungsreise für eine Pflanze unterwegs sind, Menschen, die regionale Besonderheiten oder alte Erfahrungen der Volksmedizin wieder ins Bewusstsein holen, Menschen, die sich der Pflanze künstlerisch oder kulinarisch nähern und SinnesGenuss „praktizieren“, Menschen, die die Pflanzen von der wissenschaftlichen Seite erschließen und ihren ganz eigenen heilbringenden Nutzen nachweisen und hervorheben…

Zur Umsetzung dieser Vision hat Ingrid Karner ein unschlagbares Team an ihrer Seite. Christina, Nicole, Sollanda… und viele weitere Unterstützer. Alle Beteiligten arbeiten ehrenamtlich, geben Zeit, Energie und Herzensblut in das Gelingen dieser Veranstaltung – und nach der Veranstaltung ist bereits wieder vor der Veranstaltung…

Der aussergewöhnliche Ort der 3. Abendgala, der Flughafen GRAZ, kann als ein zukunftsweisendes Symbol angesehen werden.

Als Landeplatz für Menschen und ihrer Duftpflanzen-Ideen, als Startrampe für das Bekanntmachen von genialen Projekten, als eine Drehscheibe hinaus in die Welt der Duft-Pflanzen. Der Vernetzungsgedanke aller „Pflanzen- und ÄÖ-Fans“ nimmt immer konkreter Formen an.

Jedes eingereichte Projekt unterstützt dieses Projekt der Vernetzung und macht es bekannt, selbst wenn am Ende der „Duft-Bambi“ nicht mit nach Hause kommt – man war dabei und hat eine großartige Sache unterstützt, die so in dieser Form einmalig und einzigartig ist.

page4K

2016 ruft die Duftpflanze LAVENDEL nach Graz … möge der LAVENDEL zu vielen Projektideen anregen … ganz entspannt.

(Weiter Informationen zur Award Verleihung sind hier zu finden) .

10. August 2015

Die Kräfte der Salbeiöle

Kategorie: Allgemein,Aromapflege,Aromatherapie,Duftpflanzen,Wissenschaft – Autor: Hoch Maria – 15:22

Der neue Aromareport 13 ist da mit dem Themenschwerpunkt: Die Kräfte der Salbeiöle
Mit dieser Ausgabe nimmt Aroma Forum International e.V. am Wettbewerb der Duftplanze des Jahres (Salbei) teil. Es kann unter der Kategorie Wissenschaft im online-Voting mit abgestimmt werden.
siehe:Die Kräfte der Salbeiöle

Aromareport 13 © Hoch Maria AromaCampus

Die Salbeiöle
Sie duften je nach ihrer Art,
krautig, würzig, warm und zart,
balsamisch, kampfrig, fein und mild,
oder süßlich-blumig, alles gilt

Unübertrefflich wirkt ihr Duft
mit ein, zwei Tröpfchen in der Luft,
gemischt mit Düften der Zitrone,
mit Rosmarin und Tonkabohne.

Das macht uns wieder fit und klar,
stärkt das Gedächtnis wunderbar,
lässt uns die Worte wieder finden
und Erinnerungen nicht entschwinden.

Der Muskatellersalbei weckt die Lust,
er bringt die Leidenschaft, verscheucht den Frust.
Salbeidüfte können heilsam sein
Und vertreiben manches Zipperlein.
Maria Hoch

27. März 2015

Fit in den Frühling mit ätherischen Ölen, der Frühjahrsmüdigkeit trotzen!

Kategorie: Allgemein,Aromapflege,Aromatherapie,Duftpflanzen – Autor: Hoch Maria – 18:40

Kaum hat der Frühling begonnen, klagen viele Menschen über die sogenannte „Frühjahrsmüdigkeit“. Die Natur wacht in vollen Zügen auf, die Temperaturen steigen, die Tage werden länger, die Pflanzen wachsen und sprießen überall, die Tiere sind aktiv und paaren sich und viele Menschen sind müde, erschöpft, antriebslos, gereizt und manchen ist schwindelig. Der Kreislauf gerät nicht so richtig in Schwung. Die höheren Temperaturen erweitern manchmal die Gefäße, der Blutdruck kann sinken. Der Übergang im Rhythmus der Jahreszeiten vom Winter aufs Frühjahr wirkt teilweise belastend auf Körper, Geist und Seele. Die Hormonproduktion ist dem Wechsel des Lichtrhythmus noch nicht angepasst.Unser „Glückshormon“ Serotonin wird durch das zunehmende Tageslicht vermehrt produziert und der Spiegel des sogenannten „Schlafhormons“ Melatonin ist noch zu hoch. „Dieser Tanz der Hormone“ macht schlapp. Da haben wir mit den ätherischen Ölen natürlich die allerbeste Unterstützung, dieser Abgeschlagenheit entgegen zu wirken.
Die einfachste Methode für mich ist wieder mal das alt bewährte Riechsalzfläschchen.

Riechsalz: „Fit in den Frühling 1“
3 Tropfen Limetteöl – Citrus x aurantifolia Christm. et Panz) Swingle
2 Tropfen Kardamomöl – Elettaria cardamomum L.
3 Tropfen Lavendelöl fein- Lavandula officinalis Chaix- Syn. Lavandula angustifolia Miller
2 Tropfen Litseaöl – Litsea cubeba Lamarck syn. Litsea cubeba Persoon

Limetten

Limetten Weißtanne

Riechsalz: „Fit in den Frühling 2“
4 Tropfen Weißtannenöl ( Abies alba Miller)
4 Tropfen Zitronenöl (Citrus x limon L.)
2 Tropfen Basilikumöl (Ocimum basilikumL. Ct linanool)

in ein 5ml Fläschchen oder ein kleines Glascremedöschen geben, mit Meersalz auffüllen und besonders, wenn man sich matt und schlapp d.h. bei Bedarf daran riechen. Mindestens 3- 5 tiefe Atemzüge durch die Nase nehmen. Passt in jede Hosen-, Hemd-, Westen- oder Handtasche. Die Düfte wirken konzentrationsfördernd, gedächtnisstärkend, anregend, stimmungsaufhellend, aktivierend, bringen gute Laune und stimulieren das Immunsystem.

Diese oben genannten Mischungen der ätherischen Öle für Riechsalze können tagsüber auch zur erfrischenden Raumbeduftung zur intermittierenden in die Duftlampe werden. Für eine erfrischende Dusche am Morgen mischen Sie diese Duftkomposition in 50 ml neutrales Duschgel.
Selbstverständlich ergänzen Bewegung wie Spaziergänge und Sport in der frischen Luft und an der Frühlingssonne, frische Nahrungsmittel (kbA oder Demeter Qualität) und Wechselduschen das Programm: „Fit in den Frühling“.

9. März 2015

Latschen- und Zirbelkieferöl im Aromarport 12

Kategorie: Allgemein,Aromapflege,Aromatherapie,Duftpflanzen,Wissenschaft – Autor: Hoch Maria – 19:33

Der neue Aromareport 12 ist da mit dem ThemenschwerpunkT. Düfte der Berge- ätherische Öle von Latschen- und Zirbelkiefer

Die Düfte von Latsche und Zirbe

Die Zirben, die Grossen und die Latschen, die Zwerge,
es sind die Öle von Grenzgängern der Berge.
Die Bäume der Extreme aus dem hochalpinen Land,
sie trotzen allen Wettern, bieten Widerstand.

Und deren ätherischen Öle, genau diese Kraft vermitteln sie,
sie verleihen uns Flügel und viel Energie,
sie vermitteln uns die nötige Ruhe
und geben uns Stabilität wie feste Schuhe.

Sie lehren uns, mit Grenzen umzugehen
und wieder stabil im Leben zu stehen.
Diese Düfte sind eine Erfahrung wert
sie sind nicht umsonst uralt bewährt. Maria Hoch

Aromareport 12

20. Februar 2015

Johanniskraut ist Arzneipflanze des Jahres 2015

Kategorie: Allgemein,Aromapflege,Aromatherapie,Duftpflanzen,Wissenschaft – Autor: Hoch Maria – 11:48

Der „Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ an der Universität Würzburg hat das Johanniskraut zur Arzneipflanze des Jahres 2015 gewählt. Das Kraut ist traditionell und aktuell von großer Bedeutung, aber es ist auch eine „schwierige“ Arzneipflanze…..
siehe: Johanniskraut ist Arzneipflanze des Jahres 2015

Was wäre die Aromapflege und Aromatherapie ohne das Johanniskrautöl?
Ein Ölmazerat, auch Rotöl genannt, das in vielen Aromapflegeölmischen, Balsamen, Cremes, Zäpchen und Salben als Grundlage dient. Ein Basis- oder Trägeröl, das Multitalent der fetten Öle.
In der Fachzeitschrift Aromareport 5 bildet das Johanniskraut – Hypericum perforatum- der Schwerpunkt dieser Ausgabe

siehe: Aroma-Forum-International-Aromareport-5
weitere Fachzeitschriften: Aromareporte