27. September 2013

Tremorbehandlung bei Juvenilem Parkinson

Kategorie: Allgemein,Aromapflege,Aromatherapie – Autor: Agnes Kiesler – 11:02

Hallo, meine Anfrage betrifft die Behandlung von einem Arbeitskollegen mit der Diagnose „Juveniler Parkinson“.
Er leidet vorwiegend an einem Tremor in seiner rechten Hand, der sich v.a. auch bei emotionalem Stress noch verstärkt. Hat jemand Erfahrung oder eine Anregung für uns, welche Massnahme mit welchen Öle hier zu einer Verbesserung (Minderung des Tremors und/oder des „Stress“) führen kann? Für Anregungen und Ideen sind wir dankbar.
Herzliche Grüsse Agnes Kiesler

10. September 2013

Aromakongress „Düfte ohne Grenzen“

Kategorie: Aromapflege,Aromatherapie,Wissenschaft – Autor: luebke – 16:55

Der Aromakongress „Düfte ohne Grenzen“ am 08./09. 06.2013 war voller Überraschungen mit Informationen und vielen interessanten Vorträgen im Botanischen Garten München-Nymphenburg.
Ein reichhaltiges Angebot unterschiedlichster Themen wie der Ursprung heilender Düfte, der Pflege mit ätherischen Ölen, der Anbau von Duftpflanzen, die Irrtümer der Aromatherapie, wie Düfte unser Leben bestimmen, über die kulinarischen Köstlichkeiten der Aromaküche bis hin zu wissenschaftlichen Untersuchungen lassen erahnen, wie reichhaltig das Angebot des Kongresses war, eben „Düfte ohne Grenzen“.

Zur Überraschung aller schien nach langen schweren Regenperioden die ersehnte Sonne und blieb bis zum Schluss. Der Botanische Garten und besonders das wunderschöne Irisfeld im Hof des Hörsaales konnten so in allen Farben genossen werden.

Die Veranstaltung eröffnete Emeritus. Prof. Dr. Jürke Grau,  ehemaliger Direktor des Botanischen Gartens München-Nymphenburg in dem altehrwürdigen im Jugendstil erhaltenem Hörsaal.

Maria Hoch, Präsidentin von Aroma-Forum-International e.V.  begrüßte alle Kongressteilnehmer und Referenten und wünschte allen spannende zwei duftende Tage.
Im ersten Vortrag berichtete Prof. Dr. Dr. Dr. med. habil. Hanns Hatt, Lehrstuhl für Zellphysiologie an der Universität Bochum, „Wie Düfte unser Leben bestimmen“. Er
stellte sehr anschaulich den komplexen Riechvorgang dar, die Wirkungen des Riechens und das fast alle Körperzellen Duft wahrnehmen können.
Peter Germann, HP aus Dortmund, berichtete in seinem Vortrag „Homöopathie versus Aromatherapie“, dass die Aromatherapie und die Homöopathie keine unterschiedlichen Wege gehen müssen.
Monika Furtner-Keil, Lehrerin für Pflegeberufe und Aromapraktikerin, stellte zum Thema “Bleib bei mir wenn es dunkel wird…, Möglichkeiten vor, wie man Patienten mit dementiellen Symptomen im Krankenhaus positiv mit Düften begleiten kann.
Über „Die aromatischen Irrtümer in der Aromapflege“ berichtete Ruth von Braunschweig, HP, Diplom-Biologien aus Kassel. Dass es besonders auf eine geringe Dosierung der naturreinen ätherischen Öle ankommt, wurde sehr deutlich.
Das ätherische Öle in der Schulmedizin unterstützend eingesetzt werden können, stellte Monika Werner , HP Montjoi-Frankreich, im Beitrag zum Thema „Ätherische Öle- Wirkungsvolle Begleiter in der Krebstherapie“ sehr anschaulich vor.
„Duft- und Aromapflanzen im Wohnzimmer selber ziehen“, darüber gab Till Hägele, technischer Leiter des Gewächshäuser des botanischen Gartens München-Nymphenburg, sehr wertvolle und interessante Ideen.
Karin Hirz präsentierte bildlich köstliche Anregungen und Dekovorstellungen aus der Aromaküche.
Zum Abschluß des ersten Tages ging es um die „Antibakterielle Wirkung von ätherischen Ölen unter der besonderen Berücksichtigung von MRSA. apl. Prof Dr. Jürgen Reichling von der Universität Heidelberg, konnte anhand von vielen Laboruntersuchungen darstellen, dass ätherische Öle eine große Hilfe sind in der antibakteriellen Bekämpfung des MRSA.

Wärend der Kaffepausen und des Mittagessens konnten die Kongressteilnehmer und Dozenten den Botanischen Garten genießen.
In der sehr schön dekorierten Winterhalle konnten die Stände von vielen Firmen, welche ätherische Öle vertreiben oder mit Produkten der Aromapflege arbeiten, besichtigt und erschnuppert werden. Auch eine Aromamassage an Händen oder Ohren konnte von den Teilnehmern und den Besuchern des Botanischen Gartens genossen werden. Aromapflanzen und Zutaten für die Aromaküche verschafften einen Rundumblick in der Welt der Düfte.

Auch der zweite Tag zeigte sich meteorologisch von seiner schönsten Seite. Bei Sonnenschein trafen am zweiten Tag die Kongressteilnehmer mit viel Freude ein.
Nachdem Maria Hoch den Kongresstag eröffnete, begann Margret Madejsky , HP München, mit dem „Comeback der Kamille“. Sie verdeutlichte die Vielseitigkeit der unterschiedlichen, manchmal vergessenen Kamillenarten und deren Wirkungen.
Karin Hollfoth, Vizepräsidentin von Aroma-Forum-International e.V., entführte die Teilnehmer mit vielen Abbildungen und Überlieferungen nach Ägypten, zum „ Ursprung der heilenden Düfte“.
„ Drüsenhaare, Harzgänge, Ölbehälter – der Flakons der Pflanzen“ , wie und wo die Pflanzen ätherisches Öl speichern, zeigte PD Dr. Ehrentraud Bayer, stellvertr. Direktorin des botanischen Garten München-Nymphenburg, sehr plastisch anhand von vielen Bildern unter dem Elektronenmikroskop.
Das die Rose nie aus Mode kommt, bewies Maria Hoch mit ihrem Thema „Rosenöl als Königin der Düfte- von der Antike bis zur Heilpflanze des Jahres 2013“. Der Anbau , die aufwendige Ernte, die heilende Wirkung und auch die Mystik wurden dargestellt und von vielen duftenden Beispielen begleitet.
Dorothea Hamm, Apothekerin aus Karlsruhe, berichtete über „Keimkiller Neroli – Multitalent Lemongrass, neue Ergebnisse aus Aromatogrammen“. Durch zahlreiche Untersuchungen konnte die Wirkung der Öle nachgewiesen werden.
Nach dem Mittagessen im Cafè Botanischer Garten, gab es einen wissenschaftlichen Beitrag von Prof. Dr. Gerhard Buchbauer von der Universität Wien, zum Thema „Biologische Wirkungen von ätherischen Ölen und Duftstoffen“. Deutlich wurde, dass die Hauptinhaltsstoffe eines Öles die Wirkung tragen.
Der letzte Vortrag von Erich Schmidt, Parfümeur und Betriebswirt, befasste sich mit der Zusammensetzung der ätherischen Öle. Unter dem Motto „Ätherische Öle- Alles Natur oder was?“ setzte er sich mit der Natur und der Natürlichkeit der ätherischen Öle auseinander. Er zeigte auf, warum dass ätherische Öl in der Pflanze und nach deren Gewinnung in der Flasche, nicht identisch sein kann.

Zum Abschluss bedankte sich Maria Hoch als Hauptorganisatorin bei allen Kongressteilnehmern für ihre Teilnahme, beim Botanischen Garten München-Nymphenburg für die große Unterstützung, bei den Hostessen für den reibungslosen Ablauf der Tage, bei den Ausstellern in der Winterhalle und bei allen Kongresshelfern des Vereins Aroma-Forum-International e.V., die mit viel Engagement und Freude den Kongress mitgestaltet haben.
Zwei wunderbare, sehr informative und spannende Tage waren zu Ende. Die Sonne war wieder verschwunden, ein Gewitter zog auf und es war einfach schön.