2. November 2011

„Ätherische Öle: Antimikrobielle Wirkungen

Kategorie: Allgemein – Autor: Buchner Heidi – 19:03

 von Warnke et. al. (veröffentlicht 2008) vorstellen.

Auch in diesem Bereich treten vermehrt Infektionen incl. MRSA auf bevor das endgültige Zahnimplantat eingesetzt werden kann. Ebenso wie im orthopädischen Bereich ist das Titanimplantat im Kiefer betroffen. Für eine Behandlung gibt es bis jetzt kein allgemein akzeptiertes Behandlungs-schema.   Von den betroffenen Patienten werden Spülungen mit CHX zusätzlich zu einer Antibiotikatherapie und Kürettage der Zahntaschen unzureichend akzeptiert.

Im Rahmen von In-vitro-Untersuchungen wurden Eukalyptus-, Teebaum-, Thymian-, Lemon-, Lemongras- und Nelkenöl (nicht näher bezeichnet) als Einzelöle eine Mischung dieser Öle in 30% Ethanol gelöst und zwei frei käufliche Mixturen (Listerine und Salviathymol) getestet. Als Vergleichsgruppe dienten Ethanol 70%, Betaisadonna und CHX 0,1%. Als lipophile Kontrollgruppe wurden Olivenöl und Parafinöl verwendet.

Diese Substanzen wurden an klinisch relevanten Stämmen und Spezies von Staphylococcen, Streptococcen und Candida albicans unter Einbeziehung von MRSA und Candida krusei im Agardiffusionstest geprüft. Jeder Versuch wurde doppelt durchgeführt. Die Auswertung erfolgte über den Hemmhofdurchmesser.

Alle ätherischen Öle und Mixturen zeigten eine antibakterielle und antimykotische Wirkung. Der Hemmhof lag zwischen 6mm und 49mm von den Einzelölen schnitten Lemongras (- 49mm) und Thymian (- über 30mm) am besten ab, bei den Mixturen war es die selbst hergestellte Mischung.

Olivenöl und Parafinöl zeigten keine Wachstumshemmung, Ethanol 70%  einen Hemmhof von max. 7mm auf. Betaisadonna und CHX wiesen einen Hemmhof von 10-25mm auf.

Testungen für ätherische Öle im anaeroben Bereich sind noch nicht standardisiert aber in dieser Studie wird darauf hingewiesen dass in der Literatur wirksame Einzelsubstanzen beschrieben sind wie Terpenen-4-ol, Linalool und α-Terpineol. Mit diesen Wirkstoffen konnte gezeigt werden dass sie die bakterielle Zellwand zerstören und Veränderungen der Kaliumkonzentration verursachen können. Es konnte auch eine Beeinflussung der Glucose-abhängigen Zellatmung gezeigt werden. Dies lässt vermuten dass auch eine Wirksamkeit gegen Anaerobier erzielt werden kann.

Im weiteren wird erörtert wie sich die antiinflammatorische Eigenschaft der ätherischen Öle günstig auf die Entzündungsmediatorproduktion auswirkt.

Sieht man sich die Zusammensetzung einiger Produkte von namhaften Firmen an die ätherische Öle vertreiben, so kann man davon ausgehen das es von den persönlichen Geschmacksvorlieben und Vorstellungen abhängt für welches Produkt man sich entscheidet. Für mich ist diese Studie auf jeden Fall ein Indiz dafür, dass es sich lohnt weiterhin darum zu kämpfen auch bei kritisch Kranken auf eine Spülung mit CHX zu verzichten und die Aromapflege incl. einer adäquaten Mundpflege zu befürworten.

So wie man es im Umgang mit sich selber gewohnt ist, darf ein routinemäßiger Griff zur Zahnbürste nicht unterlassen werden und so wie wir unsere Mundhöhle danach ausspülen, kann es auch Schwerstkranken ermöglicht werden dass eine Spülung der Mundhöhle erfolgt.

äth. Öle in der Gynäkologie, Geburtshilfe

Kategorie: Allgemein – Autor: Christine – 19:01

Hallo,

hat jemand Erfahrungen mit äth. Ölen in der Gynäkologie, Geburtshilfe und Wochenbett und kann mir ein paar Tips (Rezepte) geben. Ich möchte gerne einiges für unsere Station ausarbeiten, was wir selber mischen können. Weiß außerdem jemand, wie gut Johanniskrautöl bei gereizten Brustwarzen wirkt und ob es schädlich fürs Neugeborene ist. Bei uns kreist das Gerücht, das Johanniskrautöl angeblich zu Nierenschäden beim Neugeborenen führt. Meiner Meinung nach Unsinn, aber meine Gegner halten daran fest. Wäre für eure Tips (Hilfe) sehr dankbar.

Christine