20. Februar 2012

Anwendung von 1,8-Cineol

Kategorie: Aromapflege,Aromatherapie – Autor: Werner Monika – 12:23

Liebe Sonja, vorab gilt es zwei Fragen zu klären:
Steht das wirklich in JEDER Fachliteratur (von welcher Fachliteratur ist hier denn die Rede)?
Ist die Rede von einer Einzelsubstanz oder von einem ätherischen Öl?
Wie wir wissen, besteht ein ätherisches Öl aus vielen verschiedenen Einzelsubstanzen.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass uns hervorragende ätherische Öle zur Verfügung stehen, die sich ganz besonders zur Anwendung bei Säuglingen und Kleinkindern eignen, z.B. Cajeput, Kardamom, Myrte Marokko oder Türkei oder Thymian Mastichina.
Ich persönlich sehe keinerlei Probleme bei der Anwendung ätherischer Öle mit einem 1,8- Cineolgehalt, wenn man die richtige Dosierung beachtet. Auch hier gilt die Regel: Nicht Viel hilft viel, sondern Wenig ist oft mehr.

Monika

14. Februar 2012

Anwendung von 1,8 Cineol???

Kategorie: Aromapflege,Aromatherapie,Wissenschaft – Autor: luebke – 10:42

Autor: Poulles-Schellen
Ich habe eine Frage an alle Aromafachleute. In einem kürzlich besuchten Seminar wurde mitgeteilt, dass man nach neuesten Erkenntnissen das 1,8 Cineol bedenkenlos auch bei Säuglingen sogar Neugeborenen einsetzen könnte.
Da ich jedoch in jeder Fachliteratur den Hinweis finde unter 1 Jahr davon abzusehen bin ich etwas skeptisch.
Da ich in 2 Krankenhäusern die Verantwortung für die Aromapflege mit trage und wir auch
eine Neugeborenen-und Kinderstation haben, liegt es mir am Herzen mehr Genaues darüber zu erfahren.
Vielleicht kann jemand konkret was dazu beitragen.

17. Januar 2012

Verstärkter Speichelfluss

Kategorie: Aromapflege,Aromatherapie – Autor: Daria – 20:05

Hat jemand Erfahrungen mit übermässigem Speichelfluss bei Patienten mit diversen psychischen Pathologien (Psychosen, Epilepsie…), verursacht durch die Einnahme von Neuroleptika?

Danke  für Eure Hilfe ! LG Daria

22. Oktober 2011

Natürliche Transfettsäuren

Kategorie: Allgemein,Aromatherapie,Wissenschaft – Autor: Thomas Krummer – 18:41

Natürliche Transfettsäuren?? – Für viele ein Widerspruch. Doch auch hier muss man differenzieren. Neben den industriellen Transfettsäuren (TFA) die während der Fetthärtung entstehen, gibt es auch tierrische TFA in Fleischprodukten und Milch von Wiederkäuern. Im Pansen der Tiere wandeln Bakterien (Butyrivibrio fibrisolvens) mehrfach ungesättigte Fettsäuren in gesättigte Fettsäuren um. Dabei entsteht vorwiegend die TFA Vaccensäure, die teilweise schon im Tier (insbesondere in den Milchdrüsen), teilweise aber auch erst später im Menschen zu CLA (konjugierte Linolsäure) umgewandet wird.

Im Gegensatz zu den vielen negativen Wirkungen der industriellen TFA, schreibt man den tierischen TFA positive Wirkungen zu. Bis jetzt wurden im Tier- und/oder Zellversuch folgende Wirkungen nachgewiesen:

  • Reduktion entzündungsfördernder Mediatoren und damit positiver Einfluss auf Arteriosklerose
  • krebshemmende Wirkung
  • Reduktion von Körperfettgewebe u.a. über eine Steigerung der Fettoxidation
  • Zunahme an Muskelmasse

Bisher gibt es keine positiven aussagekräftige Studien am Menschen, d.h. eine Reduktion der Fettmasse (mit dieser Wirkung werben einige Produkte zur Gewichtsreduktion) konnte nicht nachgewiesen werden. Alle Ergebnisse sind noch experimenteller Natur.

Thomas Krummer

15. September 2011

koriander(samen)öl als bestens verträgliches breitbandmittel

Kategorie: Aromapflege,Aromatherapie,Duftpflanzen,Wissenschaft – Autor: Zimmermann Eliane – 11:29

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyEine Ende Juni veröffentliche In vitro-Studie aus Portugal konnte zeigen, dass das ätherische Öl aus Coriandrum sativum gegen etliche gram-negative und gram-positive Bakterien einsetzbar ist. Insbesondere dem gefürchteten MRSA kann das Öl zusetzen, aber auch Bakterien, die durch Lebensmittel zu Vergiftungen führen können. Es wirkte lediglich nicht gegen Bacillus cereus und Enterococcus faecalis. Interessant für die ganzheitlich denkenden und pflegenden Menschen ist die Erkenntnis, dass das komplette Öl besser wirkte als der Haupt-Inhaltsstoff Linalool (der im Labor meistens in synthetischer Form vorliegt).

Die per Durchflusszytometrie mit Propidiumiodid vorgenommene Untersuchung der betroffenen bakteriellen Zellmembranen zeigte, dass diese unter Einfluss des ätherischen Öles ihre Zellatmung einstellten. Die elektrische Spannung der Membran (das  so genannte Potenzial) war genauso gestört wie die Transporterfunktionen. Domingues F & al: Coriander (Coriandrum sativum L.) essential oil: its antibacterial activity and mode of action evaluated by flow cytometry. The Journal of Medical Microbiology

In einer im März diesen Jahres veröffentlichten brasilianischen In vitro-Studie konnte gezeigt werden, dass Korianderöl eine deutliche Wirkung gegen Candida albicans-Befall in der Mundhöhle aufweist. Es zeigte die beste Wirkung im Vergleich zu den ätherischen Ölen von Allium tuberosum (Knoblauch), Cymbopogon martini (Palmarosa), Cymbopogon winterianus (Java-Citronella) und Santolina chamaecyparissus (Heiligenkraut). Furletti VF & al. Action of Coriandrum sativum L. Essential Oil upon Oral Candida albicans Biofilm Formation. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine. Vol 2011

21. Februar 2011

Effektives Heilmittel: Lavendelöl tötet Hautpilze ab

Kategorie: Aromatherapie,Wissenschaft – Autor: Werner Monika – 11:24

Monika Werner sendete diese informative Studie aus:

NetDoktor News vom 16-02-2011
Thema: Hautpilz
15.02.11

Coimbra (dapd). Portugiesische Forscher haben eine unerwartet durchschlagsstarke Waffe für den Kampf gegen notorisch schwer zu behandelnde Pilzerkrankungen identifiziert: Lavendelöl. Bereits in geringen Konzentrationen tötet das duftende Öl verschiedene Hefe- und Fadenpilze ab, die beim Menschen Haut- und Nagelpilzerkrankungen verursachen können. Die Bedeutung der Entdeckung erläutert Lígia Salgueiro von der Universität in Coimbra, eine der Leiterinnen der Studie: «In den vergangenen paar Jahren treten vermehrt Pilzerkrankungen auf, besonders bei Patienten mit einem geschwächten Immunsystem. Unglücklicherweise steigen auch die Resistenzen gegen Medikamente, die diese Pilze bekämpfen. Die Forschungen unserer Gruppe und anderer zeigen nun, dass ätherische Öle eine günstige und effiziente Alternative mit minimalen Nebeneffekten sein können.» Ihre Ergebnisse veröffentlichen sie und ihre Kollegen im Fachmagazin «Journal of Medical Microbiology» (doi: 10.1099/jmm.0.027748-0).
Pilze können sowohl die Haut als auch die Schleimhäute des Menschen infizieren. Die bekannteste Pilzerkrankung ist der Fußpilz, der durch Fadenpilze hervorgerufen wird. Dabei dient das Keratin der oberen Hautschicht oder der Nägel den Pilzen als Nahrung. Die Schleimhäute werden wiederum bevorzugt von Hefepilzen der Gattung Candida angegriffen. Gelangen diese Pilze ins Blut, können sie innere Organe befallen. In diesem Stadium sind sie nur noch sehr schwer zu bekämpfen und stellen eine tödliche Gefahr dar. Besonders Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, beispielsweise aufgrund einer chronischen Erkrankung oder nach einer Transplantation, sind gefährdet, an einer solchen Pilzinfektion zu erkranken.

Neue Facette eines altes Heilmittels
Ätherische Öle werden schon seit Generationen als Heilmittel eingesetzt, so auch das Lavendelöl. Ihm werden beruhigende, krampflindernde, antimikrobielle und antioxidative Wirkungen nachgesagt. Die portugiesischen Wissenschaftler wollten nun seine Wirkung auf Pilze testen. Dazu destillierten sie die ätherischen Öle aus luftgetrocknetem grünen Lavendel (Lavandula viridis), der in Portugal wächst. Sie konnten 51 Bestandteile identifizieren, vor allem 1,8-Cineol, alpha-Pinen, Linalool und Kampfer. Dann untersuchten die Forscher, ab welcher Konzentration das Öl auf verschiedene Pilze hemmend oder sogar tödlich wirkte. Sie testeten dabei sowohl das destillierte Öl als auch einige seiner einzelnen Bestandteile. Als Pilze wurden Hefepilze der Gattung Candida und Schimmel- sowie Fadenpilze verwendet.
Am effektivsten wirkte das Lavendelöl gegen Schimmelpilze der Art Cryptococcus neoformans und gegen diverse Hefepilze der Gattung Candida. Weniger gut half es gegen den sogenannten Gießkannenschimmel (Aspergillus). Bei den einzelnen Bestandteilen erwies sich das alpha-Pinen als besonders wirksam. Die Wissenschaftler betonen jedoch, dass bei ätherischen Ölen natürlichen Ursprungs häufig eine Kombination an Stoffen wirksam ist. Da sowohl die hemmende als auch die tödliche Wirkung zumeist bei derselben Konzentration auftrat, vermuten die Wissenschaftler, dass durch das ätherische Öl die Zellwände und die Hüllen der kleinen Organellen im Inneren der Zellen zerstört werden. Lavendelöl habe sich als potentes Mittel gegen viele Pilze erwiesen, schreiben die Forscher. Weitere Studien sollen nun folgen, um den Weg für den klinischen Einsatz des Öls zu bereiten.