17. Juni 2016

Abszess auf dem Nasenrücken (Pony)

Kategorie: Aromatherapie für Tiere – Author: Tanja Kapell – 22:12

Diese Anwendungsbeobachtung liegt schon etwas länger zurück, aber nun haben wir es endlich geschafft, den Verlauf auf Papier zu bringen.

Es handelt sich hier um eine Wundversorgung bei dem Pony einer Kollegin. Kòròna ist eine 2007 geboren Isalandstute, kerngesund.Es hatte sich Ende November 2015 auf dem Nasenrücken ein schnell ausbreitender Abszess gebildet.

Der Abszess wurde nach vorangegangener radiologischen Kontrolle mittels Stichinzision dann am 30.11. eröffnet. Die Wundhöhle entleerte sich und nach einer Wundspülung mit isotonischer Kochsalzlösung konnten auch restliche Eiterbrocken gelöst und entfernt werden.
Um einen Sekretabfluss gewährleisten zu können wurde die Wundhöhle mit einer Kompresse ausgestopft und eine weitere Kompresse als Drainage genutzt:

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Am 1.12. ist ganz klar das nekrotische Gewebe zu erkennen, unterhalb dieses Gewebes wurde das Fell abrasiert. Wundspülung erfolgte zunächst noch mit isotonischer Kochsalzlösung:

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Auf den folgenden Bildern vom 2.12. ist klar zu erkennen, dass sich die Nekrose vollständig gelöst hat. Somit war das komplette Ausmaß der Tiefe und Größe des Abszesses zu sehen. Dieser hatte sich bis auf den Knochen des Nasenrückens der Stute ausgebreitet.
Die Nekrose wurde entfernt, mit isotonischer Kochsalzlösung gereinigt und anschließend eine getränkte Kompresse mit der angemischten Wundlösung aufgelegt:

1000 ml NaCl 0,9%
2ml Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
2ml Pfefferminz (Mentha piperita)
1ml Cistrose (Cistus ladanifer)
1ml Immortelle (Helichrysum italicum)
3ml Manuka (Leptospermum scoparium)
1ml Weißtanne (Abies alba)
3ml Sanddornfruchtfleischöl

Zum Schutz wurde ein selbsthaftender Schaumverband drüber geklebt. (der sogenannte „Snögg“)
Der Verband musste täglich gewechselt und die Wunde täglich gespült werden:

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Zwei Tage nach dem Einsatz der individuellen Wündspüllösung zeigte sich schon ein deutlicher Fortschritt:

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Am 5.12. zeigte sich dann dieses Wundbild bei der Versorgung:

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Gerade mal 11 Tage nach der Abszesseröffnung ist die Wundhöhle sehr schön vom Wundgrund zur Oberfläche zugranuliert. Der Durchmesser der Wunde ist auch schon bedeutend kleiner geworden:

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Am 17.12. hat sich die Wunde weiter verkleinert und die Wundumgebung ist völlig reizlos mit nachwachsendem Fell. Wundauflage weiterhin mit getränkter Kompresse und Snögg Verband:

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Ab dem 20.12. wurde die Wunde nur noch regelmäßig gereinigt, jedoch nicht mehr verbunden:

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Am 29. Tag ab Eröffnung wird die kleine, oberflächliche Wunde weiterhin nur noch täglich mit der angemischten Wundlösung gereinigt:

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Am 19.02.2016 ist die große Abszesswunde längst verheilt und nur noch die unterschiedliche Färbung des nachgewachsenen Fells lässt das Ausmaß erahnen:

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Auf dem letzten Bild zeigen euch Kóróna und ihre Besitzerin Ruth, wie glücklich sie über den Verlauf sind:

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Knapp 2 Monate nach Abszesspaltung durch die Tierärztin war die Wunde völlig komplikationslos verheilt. Die Behandlung mittels ätherischer Öle war mit ihr besprochen und „abgesegnet“ wurden. Auch sie zeigte sich völlig begeistert von der schnelle Wundheilung. Kóróna war eine sehr geduldige Patientin und ließ die tägliche Prozedur artig über sich ergehen. Natürlich muss auch die Besitzerin hier lobend erwähnt werden. Ruth ist examinierte Krankenschwester und geübt in der Wundbeobachtung sowie -behandlung. Wir standen in engem Kontakt und tauschten uns über die Wundsituation mittels aktueller Fotos aus, um bei Bedarf zeitnah handeln zu können.

Was zeigt uns dieser Verlauf?
Auch in der Veterinärmedizin leisten die wertvollen ätherischen Öle sehr gute Dienste.

13. Juni 2016

Aromakongress „Heilsame Düfte“ von Aroma forum International e.V.am 04. und 05.06.2016 im Botanischen Garten in München

Kategorie: Allgemein,Aromapflege,Aromatherapie,Aromatherapie für Tiere,Duftpflanzen – Author: Hoch Maria – 17:59

Am 04. und 005.06.2016 fand der große Aromakongress „Heilsame Düfte“ von Aroma Forum International e.V. im antiken Hörsaal und im wunderschönen Ambiente des Botanischen Gartens in München statt. Hier einige Ausschnitte- mehr folgen  in der Bildergalerie auf der Homepage von Aroma Forum International e.V.

Der Hörsaal des Botnaischen Gartens München

Vorm Hörsaal des Botnaischen Gartens München

Irisgarten in voller Blüte

Irisgarten in voller Blüte

Ausstellung Heilsame Düfte

Ausstellung Heilsame Düfte

Vorbereitung Einlass

Vorbereitung Einlass

Hörsaal

Antiker Hörsaal im Botanischen Garten München

Begrüßung Frau Dr. Bayer

Begrüßung Frau Dr. Bayer

Begrüßung Maria Hoch

Begrüßung Maria Hoch

Chinesische Heilpflanzen- die grüne Apotheke Chinas entdeckenReferent Prof. Heubl und Moderatorin Monika Werner

Chinesische Heilpflanzen- die grüne Apotheke Chinas entdeckenReferent Prof. Heubl und Moderatorin Monika Werner

Die Kunst des Destillierens Referent Franz Niederkofler und Monika Werner

Die Kunst des destillierens Referent Franz Niederkofler und Monika Werner

Strategien zur Umsetzung der Aromapflege in der Akutklinik - Referentin Maria Hoch

Strategien zur Umsetzung der Aromapflege in der Akutklinik – Referentin Maria Hoch

Ätherische Öle in Klinik und Praxis u.a. bei mikrobiellen Infektionen Rferent Tobias Matreitz

Ätherische Öle in Klinik und Praxis u.a. bei mikrobiellen Infektionen Rferent Tobias Matreitz

Aromatherapie bei Clostridien-Nachweis, ein Bericht aus der Naturheilpraxis Referent Daniel Petrak

Aromatherapie bei Clostridien-Nachweis, ein Bericht aus der Naturheilpraxis Rferent Daniel Petrak

bea-00141- Prof. Franz

Aromaen und ätherische Öle in der Veterinärmedizin und Tierernährung Rferent Prof. Chlodwig Franz

Märchen und Mythen in der osmologischen Begleitung Referent Martin Henglein

Märchen und Mythen in der osmologischen Begleitung Referent Martin Henglein

Ein Geruch sagt mehr als 1000 Worte Referentin Christine Lamontain

Ein Geruch sagt mehr als 1000 Worte Referentin Christine Lamontain und Moderatorin Maria Hoch

Aromatherapie im stationären psychotherapeutischen Behandlungsprozess Referentin Regular Rudof von Rohr und Moderatorin Maria Hoch

Aromatherapie im stationären psychotherapeutischen Behandlungsprozess Referentin Regular Rudof von Rohr und Moderatorin Maria Hoch

Ylang Ylangöl, analgesierend und sedierend Referent Emmerich Berg

Ylang Ylangöl, analgesierend und sedierend Referent Emmerich Berg

Christiane und ich © Hoch Wolfgang AromaCampus

Aus der Praxis- Ätherische Öle in der Intensivstation Referentin Christiane Lübke

Duftreptoren - zukünftige Zeilobjekte für Diagnose und Therapie Prof. Hanns Hatt und Moderatorin Maria Hoch

Duftreptoren – zukünftige Zeilobjekte für Diagnose und Therapie Prof. Hanns Hatt und Moderatorin Maria Hoch

Winterhalle mit den Ausstellern zum Aromakongress Heilsame Düfte

Winterhalle mit den Ausstellern zum Aromakongress Heilsame Düfte

Stand Aroma Forum International e.V.

Stand Aroma Forum International e.V.

Aromakongress Cake-Pops

Aromakongress Cake-Pops

Aromakongress Cake-Pops

Aromakongress Cake-Pops

12. Juni 2016

Arbeitskreis „Ruhrgebiet“

Kategorie: Allgemein,Aromapflege – Author: Tanja Kapell – 19:32

Am 10.06. war es endlich soweit: das erste Treffen des Arbeitskreises „Ruhrgebiet“ hat in der PhytAro Heilpflanzenschule Dortmund bei strahlendem Sonnenschein stattgefunden.
Die Vorbereitungen waren pünktlich zum Beginn um 17.30 abgeschlossen
Angemeldet hatten sich 16 Teilnehmer, von denen leider 3 kurzfristig absagen mussten. Für das erste Treffen war ich aber mehr als zufrieden mit der Teilnehmerzahl. An einem Freitagabend ist im Ruhrgebiet immer viel los auf den Straßen und so kamen einige Teilnehmer etwas verspätet. Ich staunte nicht schlecht, dass zum Beginn des Treffens 19 Aromainteressierte den Weg nach Dortmund gefunden hatten. Ich freute mich auf eine bunte Truppe aus je 1 Kinderkrankenschwester, Heilpraktikerin, Genesungsbegleiterin, Apothekerin, PTA, Kosmetikerin, 11 Krankenschwestern und 2 zahnmedizinischen Fachangestellten.
Es wurde ein reger Austausch zum Thema: Mundpflege mit ätherischen Ölen. Auf Grund des hohen Pflegepersonalanteils konzentrierten wir uns auf die Bereiche Mundtrockenheit, Mundsoor und schmerzhafter Mund. Unsere Zahnspezialisten konnten noch Tipps zum Thema Karies geben.
Da ein Arbeitskreis aber nicht nur aus Theorie bestehen sollte, ging es im 2. Teil ans Probieren:

Zum Einen standen übliche Mundpflegemittel aus dem pflegerischen Alltag zur „Kostprobe“ bereit:

Mundpflege KH

Die meisten der probierten Produkte wurden als „wenig schmackhaft“ bis „eklig“ eingestuft. Eine Teilnehmerin schrieb mir am nächsten Tag, dass ihr immer noch die Zitronensäure der „Zitronenmundpflegelösung“ aus dem Krankenhaus nachliefe.

Deutlich besser kam die „Probier-Ecke“ mit den fetten Ölen und ätherischen Ölen an:

Mundpflege Öle

Ich hatte 2 Mundpflegemischungen für die pflegerischen Probleme „schmerzhafter Mund“ und „Mundsoor“ zum Verkosten angemischt. Das Feedback war hier sehr unterschiedlich und reichte von „sehr schmackhaft“, „wohltuend“ bis „gräußlich“.
Mit den bereitgestellten Materialien konnten dann noch individuelle Mischungen zusammen-
gestellt werden.

Das Fazit war am Ende des Treffens klar: die Mundpflege mit ätherischen Ölen ist ein sehr individuelles Thema. Neben der Wirksamkeit der Mischung muss auch der Geschmack stimmen. Da dieser für Jeden von uns anders ausfällt, sollte Vorlieben erfragt werden.

Natürlich wurde auch ausgiebig in den ausgelegten Aromareporten gestöbert:

Aromareporte

Ab 20 Uhr löste sich das Treffen dann nach und nach auf. Um 21.15 hatten wir den Raum wieder in seine Ursprungsform gebracht und auch die letzten Aromainteressierten waren auf dem Heimweg.

Für mich war die Premiere des Arbeitskreises „Ruhrgebiet“ ein voller Erfolg und ich freu mich schon auf das nächste Treffen.

Ein Dank an dieser Stelle nochmals an die Schulleiter der PhytAro Heilpflanzenschule Dortmund, Gudrun und Peter Germann. Danke, dass wir euer tolles Ambiente nutzen dürfen.

11. Juni 2016

Aromareport 15 ist pünktlich zum Aromakongress 2016 erschienen

Kategorie: Allgemein – Author: Hoch Maria – 18:14

Aromareport 15

Pfefferminzöl, der frische Duft

 

Das Pfefferminzöl verströmt einen frischen Duft

und reinigt ganz schnell, nicht nur die Luft.

Es duftet stark minzig, das ist bekannt

und ist unverkennbar, mentholig prägnant.

 

Es macht die Nase frei und den Kopf klar,

stimuliert den Verstand, das ist wunderbar.

Es pfeift richtig durch und lässt rein denken,

erlaubt, alles in gute Bahnen zu lenken.

 

Dazu weckt der Duft auch noch die Lust,

er belebt die Liebe, wer hat das gewusst.

Pfefferminzöl kann heilsam sein

und vertreibt manchen Schatten wie der Sonnenschein.

 

Es regt an und bringt uns fit in den Tag,

motiviert zu neuen Themen, liefert kreativ den Beitrag.

Genießt diesen Duft, lasst inspiriert Euch leiten,

dann wird er uns noch oft begleiten.

                                                                                          Maria Hoch

8. März 2016

Zollanforderung der BRD für Kräuterdestillen

Kategorie: Allgemein,Duftpflanzen – Author: Susanne Raschke – 09:15

Aufgrund der Nachfrage zur Anmeldung einer Kräuter-Destille beim Zollamt, gebe ich hier gerne meine Erfahrungen vom Jahr 2009 weiter.

Wer in Deutschland eine Kräuter-Destille betreiben will, muss vor dem Kauf den Zoll informieren, sonst macht man sich strafbar, wegen der Brennereiordnung und dem Branntweinmonopolgesetzt.

Ist alles halb so wild wie es sich liest, hier die Maßnahmen dazu:

Ablauf

  1. Kräuter – Destille deiner Wahl festlegen, noch nicht kaufen. Kontakt mit dem Händler aufnehmen, man bekommt schon erste Hinweise zur Zollbearbeitung
  2. Hauptzollamt Stelle deines Wohnorts kontaktieren
    sein Vorhaben Kräuter Destille, Marke, Kennzeichnung, inkl. Größe in Liter Angabe ankündigen. Kontaktadresse geben lassen, für das schriftliche Einreichen.
  3. Sein Vorhaben schriftlich einreichen, inkl. Gewerbeschein oder sonstigen Nachweis der Selbständigkeit, Firma, Schulung usw., Hausadresse wo die Destille platziert wird, weil sie bei einer unangemeldeten Kontrolle auch an diesem Platz stehen sollte. Hinweis dazu von mir, ich habe sie als mobile Kräuter – Destille angemeldet, da man doch Seminar bedingt damit unterwegs ist, somit reicht der Wohnort, wo die Destille steht.
  4. Im Erstgespräch telefonisch abklären, ob der Kauf der Destille frei ist und das schriftliche Einreichen gleichzeitig erfolgen kann. Ich mußte alles erst schriftlich einreichen, danach bekam ich die Rückmeldung.
  5. Wenn die Destille in deinem Besitz ist, bitte das Zollamt informieren, es kommen dann der/die befugten Zollbeamten zur Überprüfung.

    Das wars!
    Ganz einfach und keine Angst, die Zollbeamten w/m sind sehr nett und freundlich. Sie wollen den/die Betreiber/in kennenlernen, sich ein Bild machen von dem, was man schriftlich eingereicht hat und dass kein Schnaps gebrannt wird. Aus meiner Sicht völlig in Ordnung, ist ja auch zum Wohle von uns allen, das kein illegaler Schnaps gebrannt bzw. Fussel in Umlauf gebracht wird, der  zur Blindheit führen kann.
    Somit gilt das gleiche wie bei einer angemeldeten Gewerbeküche, die unangemeldete Kontrolle des Hygienebeauftragten,
    in diesem Fall die Kontrolle durch die/der Zollbeamte/in (manchmal auch zu zweit) erfolgt in Zivilkleidung, Ausweis zeigen lassen.
    Diese Anleitung dient als Richtlinie, der aktuelle Stand liegt mir jetzt nicht vor, kann auch evtl. je Stadt unterschiedlich sein.

    Wünsche allen viel Spaß beim Auswählen der Destille, egal ob Glas, Edelstahl oder Kupfer, ihr werdet schon das Passende finden und los geht’s!
    Viel Freude beim Erkunden der bezaubernden Pflanzenwasser
    duftenden Kräutergrüße
    Susanne Raschke

    www.holledauer-kraeuterwerkstatt.de

    Herstellung von Hydrolaten oder Pflanzenwässern

    Herstellung von Hydrolaten oder Pflanzenwässern

     

24. Februar 2016

Aromatherapie für Tiere

Kategorie: Aromatherapie für Tiere – Author: Hoch Maria – 17:46

eine neue Kategorie, die ab sofort genutzt werden kann. Hier können alle Erfahrungen bzgl. des Einsatzes von ätherischen  und fetten Pflanzenölen mitgeteilt werden.

28. Januar 2016

Visite Aromatherapie

Kategorie: Aromapflege,Aromatherapie – Author: Verena Grewenig – 09:15

Hallo zusammen,

gestern kam ein toller Bericht im NDR

http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Aromatherapie-Mit-Dueften-heilen,aromatherapie100.html

Viel Spaß beim Anschauen

Liebe Grüße

Verena

22. Januar 2016

Osmologie – Düfte bewusst riechen und wahrnehmen

Kategorie: Allgemein,Aromapflege,Aromareport,Aromatherapie,Duftpflanzen,Wissenschaft – Author: Hoch Maria – 18:31

Die letzte Ausgabe der Fachzeitschrift für Aromatherapie, Aromapflege und Aromakultur befasst sich intensiv mit dem Themenschwerpunkt der Osmologie. Eine spezielle Arbeit, die sich u.a. damit beschäftigt, Düfte intensiv wahrzunehmen. Eine spannende Ausgabe siehe: Aromareport 14 !

Düfte wahrnehmen

Gerade in der Winterzeit

bringen die Düfte Heiterkeit.

Rieche, nimm sie richtig wahr,

sie vertreiben die Ängste, ist doch klar.

 

Und riechst Du noch mal ganz bewusst,

am Lieblingsduft mit Herzenslust,

erlebst Du Friede, Stress lässt nach,

der Duft gibt das, was er versprach.

 

Man kann ihm lauschen, immer weiter

er geht mit Dir, wie ein Begleiter.

Er kann Dich auch nach innen führen,

und öffnen manch’ verschlossne Türen.

 

Genieße die Düfte und nimm Dir Zeit,

beobachte mit Achtsamkeit.

Und immer der Nase nach mit herrlichen Düften,

dann werden sie manches Geheimnis lüften.

 

Sie erhellen an dunklen Wintertagen

und die lichtvollen Stunden, sie überragen.

Sie vermitteln uns Geborgenheit,

die man so oft braucht in der stillen Zeit.

                                                                                         

                                                                                  Maria Hoch, im Dezember 2015

Aromareport 14 © Maria Hoch Aromacampus

30. Dezember 2015

Hautsoor Intimbereich

Kategorie: Aromapflege – Author: Tanja Kapell – 23:07

Am 25.11.2015 nahmen wir einen Herrn Jahrgang 1957 in unserem Hause auf. Als Grunderkrankung lag ein Glioblastom mit infaustem Verlauf vor. Während seines Kranken-
hausaufenthaltes war der Gast mit einem Tracheostoma, einer PEG und einem SPK versorgt wurden. Nebenbefundlich lag ein Diabetes mellitus und eine Pseudomonasbesiedelung des Tracheostomas vor.
Da der Herr in somnolentem Zustand einzog, wurde er auf einer Wechseldruckmatratze gebettet und Mikrolagerungen durchgeführt, denn eine Seitenlagerung wurde kaum toleriert.
Am Aufnahmetag fiel eine Hautveränderung im Intimbereich auf, die im Pflegebericht nicht erwähnt wurde. Wir hielten dieses Bild am 26.11.2015 fotografisch fest:

A 26.11.2015 Gesäß (1) ohne

A 26.11.2015 Intimbereich ohne

An der Analfalte entlang zeigte sich eine ca. 12 cm lange und bis zu 2 cm breite trockene, schuppende Hautveränderung. Das gleiche Hautbild zeigte sich großflächig im Intimbereich und an beiden Oberschenkeln.
Da es sich für uns eindeutig um einen Hautsoor handelte, wendeten wir 2 mal täglich das „Hautsoor-Öl“ an:

40 ml Johanniskrautöl (Hypericum perforatum)
10 ml Nachtkerzenöl (Oenothera biennis)
5 gtt Manuka (Leptospermum scoparium)
5 gtt Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
5 gtt Lavendel extra (Lavandula angustifolia)
5 gtt Palmarosa (Cymbopogon martini)

Dieses Vorgehen hielten wir bis zur nächsten Fotodokumentation am 4.12.2015 bei:

B 04.12.2015 Gesäß ohne

B 04.12.2015 Intimbereich ohne

Die Haut am Gesäß hatte sich schon deutlich regeneriert. Lediglich wenige kleine „Pilzinseln“ waren noch am oberen Pol vorhanden und die Haut war noch leicht gerötet. Auch im Intimbereich und an den Oberschenkeln war ein Erfolg sichtbar. Die befallene Haut löste sich zunehmend. Bei diesem Ergebnis veränderten wir die Behandlung nicht.

Am 10.12.2015 zeigten die Bilder Folgendes:

C 10.12.2015 Gesäß ohne

C 10.12.2015 Intimbereich ohne

Der Soorbefall zog sich weiter kontinuierlich zurück und die Haut regenerierte sich. Da die Wirkung der Aromapflegemischung überzeugte, behielten wir die Einreibung 2 mal täglich bei.
Der Gast verstarb am 13.12.2015.

29. Dezember 2015

Ätherische Öle als Hilfe bei Achillodynie

Kategorie: Allgemein,Aromapflege,Aromatherapie – Author: Stefan Berger – 16:33

Die Achillodynie ist ein entzündliches Schmerzsyndrom der Achillessehne, des Ansatzes der Wadenmuskulatur am Fersenbein. In den allermeisten Fällen ist eine genaue Ursache nicht erkennbar.

Die Veränderungen im Gewebe treten in der Regel ca. 2–6 cm oberhalb des Ansatzes am Fersenbein auf, kennzeichnend ist Druckschmerz bei Druckausübung auf die Achillessehne mit Daumen und Zeigefinger. Chronische Verläufe sind nicht selten,  eine Komplikation dabei ist der Riss der Achillessehne.

Bei fortschreitendem und chronischem Verlauf einer Achillodynie kommt es zu einer Rötung und Überwärmung im entzündeten Bereich und  zu tastbarer Knotenbildung durch vernarbtes Gewebe. Der morgendliche Anlaufschmerz ist für viele der treue Begleiter am Morgen.

Was kann man dagegen tun ?

Prophylaktisch ist es wichtig die Wadenmuskulatur zu kräftigen und gleichzeitig aber auch zu dehnen. Ansonsten gibt´s viele Möglichkeiten sich selbst zu helfen und die Symptome zu lindern:

  • die Sehne entlasten durch Reduzierung oder Einstellung von Belastungen (Sport, …)
  • kalte Umschläge bei akuten Entzündungen
  • Wärme bei chronischen Schmerzen, ob gerade Wärme oder Kälkte besser ist, müssen Sie selber ausprobieren
  • Quarkauflage, ca. 15 Minuten, 1 – 2 x täglich
    Quark kühlt, lindert damit den Entzündungsschmerz, lässt das Gewebe abschwellen und leitet die Überwärmung ab. Quark wirkt bei direktem Kontakt mit der Haut anziehend auf Entzündungsstoffe. Die Quarkauflage ist ein tiefenwirksamer Kältespender mit lang anhaltender Wirkung. Sobald der Quark getrocknet ist, wird die Durchblutung gefördert und damit der Heilungsprozess beschleunigt.
  • Packung mit Heilerde
    Heilerde führt bei direktem Kontakt mit der Haut zu Mehrdurchblutung am Ort des Geschehens, wodurch vermehrt Stoffwechselprodukte abtransportiert werden.

Was Ärzte oft empfehlen:

  • Salbeneinreibungen, z. B. mit Diclofenac
  • Spezielle Bandagen
  • Injektionen mit Kortison sind unter Ärzten umstritten
  • Stoßwellentherapie
  • Ultraschallanwendungen

Was kann die Aromapflege dazu leisten ?

Gundsätzlich sind alle ätherischen Öle, welche antiinflammatorisch (entzündungshemmend) und analgetisch (schmerzlindernd) wirken, zu gebrauchen.

Als antiinflammatorisch wirkende Öle gelten u.a.

  • Wintergrün (Gaultheria fragrantissima)
  • Latschenkiefer (Pinus mugo syn Pinus pumilionis)
  • Weißtanne (Abies alba)
  • Cajeput (Melaleuca leucadendron syn. Melaleuca cajeputi)

Als analgetisch wirkende Öle können unter anderem folgende ätherische Öle verwendet werden:

  • Pfefferminze (Mentha piperita)
  • Weihrauch (Boswelia sacra syn. Boswelia carterii), das Öl aus dem Jemen ist durch seinen hohen Gehalt v.a. an dem kortisonähnlichen alpha-Pinen besser geeignet als das Öl aus Eritrea oder Äthiopien
  • Lavendel (Lavandula angustifolia)

Als fettes Basisöl kommt das Johanniskrautöl in Betracht(ein Mazarat, mehr dazu Aromareport 5: Fachzeitschrift für Aromatherapie, Aromapflege und Aromakultur Themenschwerpunkt: Johanniskraut ).

Folgende 3%-ige Mischung ergibt sich dann aus den obigen Ölen:

100ml Johanniskrautöl bio, dazu:

Wintergrün bio (Gaultheria fragrantissima) 15 Tropfen
Latschenkiefer bio (Pinus mugo) 10 Tropfen
Lavendel bio (Lavandula angustifolia) 10 Tropfen
Weihrauch bio Jemen (Boswelia sacra) 5 Tropfen
Weißtanne bio (Abies alba) 10 Tropfen
Pfefferminze bio (Mentha piperita) 5 Tropfen
Cajeput bio (Melaleuca leucadendron) 5 Tropfen

Mit dieser Grundmischung Öl 3 – 4 mal täglich die betroffene Stelle einreiben, nach ungefähr 5 Tagen einen Tag lang pausieren und dann wieder beginnen mit der Einreibung. Das wichtigste bei der Behandlung der Achillodynie ist Geduld. Das kann ich aus eigener Erfahrung mit dem Öl und aus der Erfahrung vieler aus dem Bekanntenkreis, denen ich die Mischung ebenfalls gemischt habe, berichten.

Natürlich kann diese Grundmischung auch in den Quark oder die Heilerde gemischt und damit eine Auflage durchgeführt werden. Dazu 20 Tropfen der Grundmischnung mit dem Quark oder der Heilerde verrühren, auf die Sehne auflegen und einwirken lassen.

Auch ein entpannendes Fußbad mit ätherischen Ölen kann zwischendruch ganz angenehm sein.

Die Grundmischung dazu:

  • 5 Tropfen Latschenkiefer bio (Pinus mugo)
  • 5 Tropofen Zirbelkiefer bio (Pinus cembra)
  • 10 Tropfen Weißtanne bio (Abies alba)
  • 5 Tropfen Fichte bio (Abies sibirica)
  • 5 Tropfen Litsea (Litsea cubeba)

3 Tropfen dieser Grundmischung zusammen mit einem Emulgator ( ich nehme am liebsten Meersalz) in das maximal körperwarme Wasser (max. 38°C) der Schüssel geben und das wohltuende, entspannende Fußbad genießen.