23. August 2016

„Die Wiege der Düfte“

Kategorie: Allgemein,Aromapflege,Aromareport,Aromastudienreisen,Aromatherapie,Presse – Author: Hoch Maria – 17:04

Am 25.08.16 um 06.00 Uhr und am 27.08.2016 um 10.00 Uhr kommt ein sehenswerter Dokumentarfilm über die Jasminernte im Nildelta bei Hussein Fakhry in Ägypten.
Ich habe vorgestern zufällig die Erstausstrahlung gesehen. Arom Forum International e.V war 2012 mit einer Jasmin-Aromastudienreise dort und es war gigantisch. Sobald die politische Lage es erlaubt, bieten wir diese wunderbare, einzigartige Aromastudienreise wieder an! Wer mehr erfahren will, findet im Aromareport 8 einen ausführlichen Artikel, fast wie im jetzigen Film! siehe:

Die Aromastudienreise nach Ägypten von Anja Maurer und Cherry Chen

Jasminpflückerin © Maria Hoch

Jasminpflückerin © Maria Hoch

Jasminconcrete © Maria Hoch

Jasminconcrete © Maria Hoch

Jasminblüten Königin der Nacht © Maria Hoch

Jasminblüten Königin der Nacht © Maria Hoch

Jasminblüten © Maria Hoch

Jasminblüten © Maria Hoch

Jasminblüten geerntet © Maria Hoch

Jasminblüten geerntet © Maria Hoch

Jasminblüte © Maria Hoch

Jasminblüte © Maria Hoch

Hussein-Maria © Anja Maurer

Hussein-Maria © Anja Maurer

Zimtbasilikum © Maria Hoch

Zimtbasilikum © Maria Hoch

14. August 2016

MRSA-Befall des Nasen-Rachen-Raums – ein Selbstversuch

Kategorie: Allgemein,Aromapflege – Author: Tanja Kapell – 12:08

Eine persönliche Anwendungsbeobachtung ist mir gerade beim Sichten meiner Dateien wieder ins Auge gefallen:
Meine persönliche MRSA-Sanierung.

2012 wurde im Rahmen eines stationären Aufenthaltes ein MRSA-Befall des Nasen-Rachen-Raums bei mir festgestellt. Da ich in der Klinik meine ätherischen Ölen nicht dabei hatte und mein Kopf mit anderen Dingen beschäftigt war, nutzte ich die bereitgestellten Medikamente und Waschlösung zum Beginn der Sanierung. Schon am 1. Tag der Benutzung der roten Mundspüllösung hatte ich das Gefühl, meine Mundschleimhaut steht in Flammen. Der Geschmackssinn verabschiedete sich am nächsten Tag dann auch mehr und mehr. Bei der Nasensalbe hatte ich das Gefühl, sie kleistert mir die Schleimhaut zu und ständig musste ich niessen. Bei dem Eradikationsschema ist es in der Klinik so angedacht, sich mind. 1 mal täglich mit einer desinfizierenden Waschlotion zu duschen, besser sogar 2 mal täglich. 2 Tage Anwendung, meine Haut juckte und schuppte. Bis dahin hatte ich nie Probleme mit trockener Haut. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie die Menschen aussehen, wenn sie mit der Waschlotion gewaschen werden und die Seifenreste werden nicht richtig abgewaschen. Nach 5 Tagen durfte ich wieder nach Hause und nach 4 Tagen behandlungsfreier Zeit erfolgte der erste Kontrollabstrich. Sowohl Haut wie auch Schleimhaut waren noch besiedelt.
Jetzt stellte ich mir eine persönliche ätherische Ölmischung zusammen. Als Grundlage nutzte ich die Literatur von Prof. Dr. Dietrich Wabner:

Grundmischung:

10 Trpf. Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
10 Trpf. Manuka (Leptospermum scoparium)
10 Trpf. Niauli (Melaleuca viridiflora)
5 Trpf. Teebaum (Melaleuca alterifolia)
5 Trpf. Thymian thymol (Thymus vulgaris ct thymol)
8 Trpf. Thymian linalool (Thymus vulgaris ct linalool)
8 Trpf. Palmarosa (Cymbopogon martini)
15 Trpf. Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
5 Trpf. Zimtrinde (Cinnamomum zeylanicum)
( bei Menschen mit sehr empfindlicher Haut die Zimtrinde weglassen)

Nasenöl:

10 ml Jojobaöl
10 ml Johanniskrautöl
+ 4 Trpf. der Grundmischung (2%ige Mischung)

Mindestens 3 mal täglich Mischung mittels Watteträger in jedes Nasenloch einbringen

Mundspülung:

50 g Zucker + 15-20 Trpf. der Grundmischung (am besten die Grundmischung in ein Schraubglas tropfen, die Wände damit benetzen, den Zucker einfüllen, alles gut durchschütteln und gut 4 Stunden durchziehen lassen)
1 Tasse Tee aus Salbei und Ringelblumenblütenblätter ( je 1 TL) frisch aufbrühen
Tee auf „Trinktemperatur“ abkühlen lassen, ½ Tl des Zuckers einrühren und den Mund gründlich umspülen, evtl. gurgeln. (sollte dies nicht möglich sein, funktioniert die Mischung sicher auch als Mundspray, dann evtl. häufiger anwenden)
Ebenfalls 3 mal tägl. anwenden.

Körperöl:

50 ml Jojobaöl
50 ml fettes Öl nach Wahl
+ 30-40 Trpf. der Grundmischung (1,5-2%ige Mischung)

Morgens nach der Körperpflege in die noch feuchte Haut einmassieren und evtl. abends nochmals als Einreibung anwenden

Als Alternative kann das Körperöl auch mit einem Emulgator zusammen ins Waschwasser eingebracht werden. Auf eine Waschschüssel mit ca. 5 Liter Wassermenge würde ich 4 EL des Körperöls wählen. Ich persönlich finde das Körperöl aber effektiver, weil meiner Meinung nach die atherischen Öle länger „wirken“ können/in den Organismus aufgenommen werden.

Dieses persönliche Schema habe ich 5 Tage angewendet, 4 Tage pausiert und am 5. behandlungsfreien Tag erfolgten wieder Abstriche. Diese konnten keine Erreger mehr nachweisen.

Da mein Immunsystem durch 2 chronische Autoimmunerkrankungen dauerhaft geschwächt ist, habe ich mir den MRSA 2 Jahre später wieder eingefangen. Ich nutzte die gleiche Mischung mit identischem Ablauf, nur diesmal direkt von Beginn der Befundstellung an. Nach dem ersten Zyklus war ich wieder keimfrei.
Für mich eine Bestätigung der desinfizierenden Wirkung der ätherischen Öle.

Natürlich bin ich mir bewusst, dass diese Mischung nicht bei jedem MRSA-besiedelten Patienten zum Erfolg führen kann. Für diesen Fall haben wir allerdings noch die Möglichkeit, ein Aromatogramm in einem spezialisierten Labor anfertigen zu lassen. Mit einer ganz individuell auf diesen Keim abgestimmten Mischung bin ich mir allerdings sicher, die überwiegende Zahl der Infektionen in den Griff zu bekommen. Ohne Resistenzentwicklungen und ohne lästige Begleiterscheinungen für den restlichen Organismus.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass meine Kollegen ausnahmslos negativ getestet wurden. Unser betreunder Palliativmediziner hatte das Personal getestet nach meinen Befunden um eine ständige Re-Infektion im eigenen Kreis zu verhindern.

10. August 2016

Ätherische Ölmischung reduziert Bakterien und Pilze im Krankenhaus

Kategorie: Allgemein,Aromapflege,Aromatherapie – Author: Hoch Maria – 09:51

Dass ätherische Öle desinfizierend d.h. antibakteriell, antimykotisch und antiviral wirken, -ist bei denen, die mit ätherischen Ölen im Gesundheitswesen arbeiten- schon lange bekannt. Es ist auch das Thema, das durch wissenschaftliche Studien am besten untersucht ist.
Dazu gibt es jetzt eine neue Studie von der Universität aus Mailand (Italien) Abstract: Ätherische Öle reduzieren Bakterien und Pilze im Krankenhaus

„In einem italienischen Krankenhaus wurde die antimikrobielle Wirkung ätherischer Öle mittels Raumbeduftung nachgewiesen. Untersucht wurde, ob eine Raumbeduftung d.h. Vernebeln von  einer Mischung ätherischer Öle aus Lavendel, Cajeput, Sibirischer Tanne, Myrte und Zitronengeranie die Keime wie Bakterien und Pilze reduziert.
Vor Studienbeginn und danach wurden im Abstand von 30 Tagen mittels Abstrichen von kontaminierten Tischen, Schränken und Handläufen auf Enterococcus faecilis, Escherichia coli, Proteus vulgaris, Salmonalla typhimurium, Staphylococcus aureus, Candida albicans, Aspergillus niger und Saccharomyces cerevisiae untersucht. Dazu erfolgte eine korrekte Dokumentation von Verordnungen und Einnahmezeiten von Arzneimitteln gg Infektionen bei 32 Patienten. Geforscht wurde auf zwei unterschiedlichen, aber gleich aufgeteilten Etagen. Eine desinfiziert mit herkömmlichen Desinfektionsmitteln, die andere vernebelt nachts 8 Std. die ätherische Ölmischung in zwei von acht Zimmern bei geschlossenen Türen, tagsüber wurden die Türen geöffnet, damit die Luft im Flur und andere Räume zirkulieren kann.
Ergebnis:
Keimreduktion von Bakterien und Pilzen
von Tischen > 90 %
Schrankflächen > 75%
auf den Handläufen der Flure wurden keine signifikanten Veränderungen erzielt
Auf den Tischen, die am stärksten kontaminiert waren, konnte eine vollkommene Keimfreiheit festgestellt werden.
In den letzten 30 Studientagen wurde die Raumbeduftung ausgesetzt und die Keimzahlen stiegen an wie vor Studienbeginnn.
Die Verordnungen und Einnahmedauer der Arzneimittel besonders gg Atemwegsinfektionen waren auf der Etage, die ätherische Öle verwendete um 80% bzw. 86% niedriger, als auf der Etage, die die herkömmlichen Desinfektionsmittel benutzte.“

„siehe“: Es liegt was in der Luft – ein schutzbringender Duft

Das bedeutet:

  • 70% weniger Antibiotika-Einnahmen
  • 100% weniger Einnahmen von schleimlösenden Produkten
  • 100% weniger Einnahmen von bronchienerweiternden Mitteln
  • 67% weniger Bedarf an steroidalen entzündungshemmenden Medikamenten
  • 33% weniger Bedarf an nicht steroidalen entzündungshemmenden Medikamenten

Spannend ist, dass bei keinem Patienten unerwünschte Nebenwirkungen wie z. B. allergische Reaktionen gegen ätherische Öle auftraten.

Schlussfolgerung der Autoren: Die ätherische Ölmischung bewirkt eine effektive Keimreduktion von Bakterien und Pilzen und reduziert die Einnahmen von Antibiotika, bronchienerweiternden, steroidalen entzündungshemmenden und nicht steroidalen entzündungshemmenden Medikamenten.

5. August 2016

Nachlese zur Aromastudienreise zu Latschen und Zirben

Kategorie: Allgemein,Aromapflege,Aromastudienreisen,Aromatherapie,Duftpflanzen – Author: Hoch Maria – 23:14

Die Düfte von Latsche und Zirbe

Die Zirben, die Grossen und die Latschen, die Zwerge,

es sind die Öle von Grenzgängern der Berge.

Sie trotzen allen Wettern, bieten Widerstand,

die Bäume der Extreme aus dem hochalpinen Land.

 

Und genau diese Kraft vermitteln sie,

sie verleihen uns Flügel und viel Energie

oder verhelfen uns zur nötigen Ruhe

und geben uns Stabilität wie feste Schuhe.

 

Sie lehren uns, mit Grenzen umzugehen

und wieder stabil im Leben zu stehen.

Diese Düfte sind eine Erfahrung wert

Sie sind nicht umsonst uralt bewährt.

                                                                                  Maria Hoch

Am 16.07.2016 startete eine internationale Gruppe voller Erwartungen Richtung Südtirol. Die Aromastudienreise zu den Latschen- und Zirbelkiefern stand unter Hochdruckeinfluss, d.h. los ging es am Samstag, den 16.07.2016 bei herrlichem Wetter. Die erste Sehenswürdigkeit waren die Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran.Garten © Hoch Maria AromaCampus

Die Gärten standen in ihren einzelnen Themenbereichen in voller Blüte und waren für jede/n einzelne/n Teilnehmer/in ein Genuß. Es ist ein außergewöhnlicher Ort, der erkundet und mit allen Sinnen erlebt werden kann!

Yuccablüte © Hoch Maria AromaCampus

Yuccablüte 

Ganz beeindruckt von einem der schönsten Gärten Italiens fuhren wir am Abend ins Pustertal zu unserer Übernachtungsstätte nach Kiens. Die Südtiroler Spezialitäten waren ein Genuss.

Am Sonntag war die Fahrt ins Ahrntal in unserem Programm zum Biolandhof -Moserhof, wo uns ein Demeter – Mittagessen von Michael Oberhollenzer mit Frau serviert wurde. Danach berichtete  Herr Oberhollenzer von seinem Biohof und dem Projekt „ahrntal natur“ mit

Staubbad-Hühner © Hoch Maria AromaCampusGefiederpflege im Staubbad

Duroc-Schweinen, Hühnern und Milchschafzucht. Welche Mineralien in diesem Tal in der Erde aufeinander treffen und den Kartoffel- und Gemüseanbau gedeihen lassen endete mit „Katzengoldsuche“ im Kartoffelfeld. In Sand in Taufers wurde auf der Rückfahrt ein Zwischenstopp eingelegt und wer wollte, konnte die Burg besuchen oder an der Taufers spazieren gehen. Der Montag begann mit Franz Niederkofler, ab in die Berge

Südtirol © Hoch Maria AromaCampusSüdtiroler Bergwelt

zu den auf ca. 2000 m hoch gelegenen Latschen, Zirben, Lärchen…..

 Wir sahen die schwierige, sehr aufwendige Latschenkiefernernte.

Latschenkiefern schneiden © Hoch Maria AromaCampus Latschenkieferernte

Franz Niederkofler informierte uns sehr ausführlich über das Wachstum der Latschen und Zirben, Latschenkieferspitze mit Zapfen © Maria Hoch

Latschenkieferspitze mit Zapfen

die Ernte, die Pflege von Almen und die Nachhaltigkeit im Naturschutz. Danach wies er die Teilnehmer/innen in das „Korrekte Bündeln der geschnittenen Latschenzweige“ ein.

Bündeln © Hoch Maria AromaCampus Einweisung ins Bündeln

Latschenernte © Hoch Maria AromaCampus  Bündeln der Latschenzweige

Alle halfen mit und schleppten die Bündel an die Straße.

Latschenernte 1 © Hoch Maria AromaCampus

Tragen der Bündel zum Waldweg

Während der Mittagspause (Picknick im Wald) erzählte Franz noch den Weg der Latschenzweige ins Tal mit Gegenüberstellung heute und zu früheren Zeiten. Anschließend fuhren wir zur Destille und erlebten den Wechsel von der fertigen Zirben-Destillation bis hin zur neu gefüllten Destille für die Wasserdampfdestillation der Zirbelkiefer.

Zirben fertig destilliert- Entleeren der Biomasse

Zirben fertig destilliert- Entleeren der Biomasse

Zirben fertig destilliert- Entleeren der Biomasse

Zirben fertig destilliert- Entleeren der Biomasse

Eine neue beeindruckende Schneidemaschine zerkleinert die Äste und Nadeln sehr schonend, damit möglichst viele Öldrüsen mit den wertvollen ätherischen Ölen erhalten bleiben und während der Destillation gewonnen werden können.

Zirbenäste und Nadeln schneidet und zerkleinert die Schneidemaschine ganz korrekt

Zirbenäste und Nadeln zerkleinert die Schneidemaschine

Das Verfahren der Gewinnung von Latschen- und Zirbelkiefernöl wurde von Franz ausführlich dargstellt.

Anschließend wurden die verbrauchten heißen Hackschnitzel der Zirben in ein  Holzhaus gebracht, in dem  wir gemeinsam ein angehmes Zirbenfußbad genossen.

Zirbenfußbad

Zirbenfußbad

 

Danach wurden die Füße an einem idyllischen Platz im Bach abgekühlt.

Am Abend wanderten wir an Wildblumen vorbei  zum Abendessen zur Moarhof-Alm, wo der Blick in die Bergwelt jeden ertsaunen ließ.

Bergblick © Hoch Maria AromaCampusBergwiese Südtirol © Hoch Maria AromaCampusWildblumenwieseAlmhütte Latschenreise © Hoch Maria AromaCampus

Aromastudienreisegruppe

Der Rückweg war bei fast vollem Mond ein einmaliges Erlebnis. In so einer wunderschönen Abendstimmung konnte ein Teil der Gruppe noch nicht nach Hause gehen. Franz zündete ein Feuer an und der Tag endete mit einer Kostprobe Zirbenschnaps und einer herrlichen Räucherung am Feuer. Eine  ganz friedliche, überwältigende Stimmung erfüllte uns still.

Dienstag hielt Franz einen Vortrag über die ätherischen Öle von Latschen- und Zirbelkiefern. Er zeigte uns die solarbetriebene Trocknungsanlage der Kräuter, die einzelnen Labore zur Herstellung von Mazeraten, Tinkturen, Salben, Labor © Hoch Maria AromaCampusSaunaaufgüssen, Bonbons und Tees. Sehr beeindruckt von dem Familienbetrieb Bergila kam zum Schluß der sehnsüchtig erwartete Einkauf  und ein Spaziergang im Kräutergarten.Sonnehut © Hoch Maria AromaCampus

roter Sonnenhut

Muskatellersalbei © Hoch Maria AromaCampus

Muskatellersalbei

Schwarzkümmel © Hoch Maria AromaCampus

Schwarzkümmelblüte

Nach dem Mittagessen am Issinger Weiher war es Zeit für die Rückfahrt. Abends in München angekommen war die Aromastudienreise zu den Latschen, Zirben, Lärchen, Fichten, Weißtannen und vielen Kräutern voll mit vielen unvergesslichen Erlebnissen am 19.07.2016 zu Ende. Es war eine großartige Duftreise mit Christiane Lübke und Maria Hoch als Reisleiterinnen, die jedem empfohlen werden kann und das Duftleben bereichert.

Mehr zu Latschen- und Zirbenöl finden Sie im Aromareport 12

siehe: Aromareport 12

17. Juni 2016

Abszess auf dem Nasenrücken (Pony)

Kategorie: Aromatherapie für Tiere – Author: Tanja Kapell – 22:12

Diese Anwendungsbeobachtung liegt schon etwas länger zurück, aber nun haben wir es endlich geschafft, den Verlauf auf Papier zu bringen.

Es handelt sich hier um eine Wundversorgung bei dem Pony einer Kollegin. Kòròna ist eine 2007 geboren Isalandstute, kerngesund.Es hatte sich Ende November 2015 auf dem Nasenrücken ein schnell ausbreitender Abszess gebildet.

Der Abszess wurde nach vorangegangener radiologischen Kontrolle mittels Stichinzision dann am 30.11. eröffnet. Die Wundhöhle entleerte sich und nach einer Wundspülung mit isotonischer Kochsalzlösung konnten auch restliche Eiterbrocken gelöst und entfernt werden.
Um einen Sekretabfluss gewährleisten zu können wurde die Wundhöhle mit einer Kompresse ausgestopft und eine weitere Kompresse als Drainage genutzt:

20151130_124152

Am 1.12. ist ganz klar das nekrotische Gewebe zu erkennen, unterhalb dieses Gewebes wurde das Fell abrasiert. Wundspülung erfolgte zunächst noch mit isotonischer Kochsalzlösung:

IMG-20151201-WA0003

Auf den folgenden Bildern vom 2.12. ist klar zu erkennen, dass sich die Nekrose vollständig gelöst hat. Somit war das komplette Ausmaß der Tiefe und Größe des Abszesses zu sehen. Dieser hatte sich bis auf den Knochen des Nasenrückens der Stute ausgebreitet.
Die Nekrose wurde entfernt, mit isotonischer Kochsalzlösung gereinigt und anschließend eine getränkte Kompresse mit der angemischten Wundlösung aufgelegt:

1000 ml NaCl 0,9%
2ml Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
2ml Pfefferminz (Mentha piperita)
1ml Cistrose (Cistus ladanifer)
1ml Immortelle (Helichrysum italicum)
3ml Manuka (Leptospermum scoparium)
1ml Weißtanne (Abies alba)
3ml Sanddornfruchtfleischöl

Zum Schutz wurde ein selbsthaftender Schaumverband drüber geklebt. (der sogenannte „Snögg“)
Der Verband musste täglich gewechselt und die Wunde täglich gespült werden:

20151202_092138

20151202_093706

Zwei Tage nach dem Einsatz der individuellen Wündspüllösung zeigte sich schon ein deutlicher Fortschritt:

20151204_161704

Am 5.12. zeigte sich dann dieses Wundbild bei der Versorgung:

20151205_171431

Gerade mal 11 Tage nach der Abszesseröffnung ist die Wundhöhle sehr schön vom Wundgrund zur Oberfläche zugranuliert. Der Durchmesser der Wunde ist auch schon bedeutend kleiner geworden:

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Am 17.12. hat sich die Wunde weiter verkleinert und die Wundumgebung ist völlig reizlos mit nachwachsendem Fell. Wundauflage weiterhin mit getränkter Kompresse und Snögg Verband:

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Ab dem 20.12. wurde die Wunde nur noch regelmäßig gereinigt, jedoch nicht mehr verbunden:

IMG-20151220-WA0003

Am 29. Tag ab Eröffnung wird die kleine, oberflächliche Wunde weiterhin nur noch täglich mit der angemischten Wundlösung gereinigt:

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Am 19.02.2016 ist die große Abszesswunde längst verheilt und nur noch die unterschiedliche Färbung des nachgewachsenen Fells lässt das Ausmaß erahnen:

20160219_154636

Auf dem letzten Bild zeigen euch Kóróna und ihre Besitzerin Ruth, wie glücklich sie über den Verlauf sind:

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Knapp 2 Monate nach Abszesspaltung durch die Tierärztin war die Wunde völlig komplikationslos verheilt. Die Behandlung mittels ätherischer Öle war mit ihr besprochen und „abgesegnet“ wurden. Auch sie zeigte sich völlig begeistert von der schnelle Wundheilung. Kóróna war eine sehr geduldige Patientin und ließ die tägliche Prozedur artig über sich ergehen. Natürlich muss auch die Besitzerin hier lobend erwähnt werden. Ruth ist examinierte Krankenschwester und geübt in der Wundbeobachtung sowie -behandlung. Wir standen in engem Kontakt und tauschten uns über die Wundsituation mittels aktueller Fotos aus, um bei Bedarf zeitnah handeln zu können.

Was zeigt uns dieser Verlauf?
Auch in der Veterinärmedizin leisten die wertvollen ätherischen Öle sehr gute Dienste.

13. Juni 2016

Aromakongress „Heilsame Düfte“ von Aroma forum International e.V.am 04. und 05.06.2016 im Botanischen Garten in München

Kategorie: Allgemein,Aromapflege,Aromatherapie,Aromatherapie für Tiere,Duftpflanzen – Author: Hoch Maria – 17:59

Am 04. und 05.06.2016 fand der große Aromakongress „Heilsame Düfte“ von Aroma Forum International e.V. im antiken Hörsaal und im wunderschönen Ambiente des Botanischen Gartens in München statt. Hier einige Ausschnitte- mehr folgen  in der Bildergalerie auf der Homepage von Aroma Forum International e.V.

Der Hörsaal des Botnaischen Gartens München

Vorm Hörsaal des Botnaischen Gartens München

Irisgarten in voller Blüte

Irisgarten in voller Blüte

Ausstellung Heilsame Düfte

Ausstellung Heilsame Düfte

Vorbereitung Einlass

Vorbereitung Einlass

Hörsaal

Antiker Hörsaal im Botanischen Garten München

Begrüßung Frau Dr. Bayer

Begrüßung Frau Dr. Bayer

Begrüßung Maria Hoch

Begrüßung Maria Hoch

Chinesische Heilpflanzen- die grüne Apotheke Chinas entdeckenReferent Prof. Heubl und Moderatorin Monika Werner

„Chinesische Heilpflanzen- die grüne Apotheke Chinas entdecken“ – Referent Prof. Heubl und Moderatorin Monika Werner

Die Kunst des Destillierens Referent Franz Niederkofler und Monika Werner

„Die Kunst des Destillierens“ – Referent Franz Niederkofler und Monika Werner

Strategien zur Umsetzung der Aromapflege in der Akutklinik - Referentin Maria Hoch

„Strategien zur Umsetzung der Aromapflege in der Akutklinik“ – Referentin Maria Hoch

Ätherische Öle in Klinik und Praxis u.a. bei mikrobiellen Infektionen Rferent Tobias Matreitz

„Ätherische Öle in Klinik und Praxis u.a. bei mikrobiellen Infektionen“ – Referent Tobias Matreitz

Aromatherapie bei Clostridien-Nachweis, ein Bericht aus der Naturheilpraxis Referent Daniel Petrak

„Aromatherapie bei Clostridien-Nachweis, ein Bericht aus der Naturheilpraxis“ –  Referent Daniel Petrak

bea-00141- Prof. Franz

„Aromen und ätherische Öle in der Veterinärmedizin und Tierernährung“ –  Referent Prof. Chlodwig Franz

Märchen und Mythen in der osmologischen Begleitung Referent Martin Henglein

„Märchen und Mythen in der osmologischen Begleitung“ –  Referent Martin Henglein

Ein Geruch sagt mehr als 1000 Worte Referentin Christine Lamontain

„Ein Geruch sagt mehr als 1000 Worte“ –  Referentin Christine Lamontain und Moderatorin Maria Hoch

Aromatherapie im stationären psychotherapeutischen Behandlungsprozess Referentin Regular Rudof von Rohr und Moderatorin Maria Hoch

„Aromatherapie im stationären psychotherapeutischen Behandlungsprozess“ –  Referentin Regula Rudolf von Rohr und Moderatorin Maria Hoch

Ylang Ylangöl, analgesierend und sedierend Referent Emmerich Berg

„Ylang Ylangöl, analgesierend und sedierend?“ – Referent Emmerich Berg

Christiane und ich © Hoch Wolfgang AromaCampus

„Aus der Praxis- Ätherische Öle in der Intensivstation“ –  Referentin Christiane Lübke

Duftreptoren - zukünftige Zeilobjekte für Diagnose und Therapie Prof. Hanns Hatt und Moderatorin Maria Hoch

„Duftrezeptoren – zukünftige Zeilobjekte für Diagnose und Therapie“ –  Prof. Hanns Hatt und Moderatorin Maria Hoch

Winterhalle mit den Ausstellern zum Aromakongress Heilsame Düfte

Winterhalle mit den Ausstellern zum Aromakongress „Heilsame Düfte“

Stand Aroma Forum International e.V.

Stand Aroma Forum International e.V.

Aromakongress Cake-Pops

Aromakongress Cake-Pops

Aromakongress Cake-Pops

Aromakongress Cake-Pops

12. Juni 2016

Arbeitskreis „Ruhrgebiet“

Kategorie: Allgemein,Aromapflege – Author: Tanja Kapell – 19:32

Am 10.06. war es endlich soweit: das erste Treffen des Arbeitskreises „Ruhrgebiet“ hat in der PhytAro Heilpflanzenschule Dortmund bei strahlendem Sonnenschein stattgefunden.
Die Vorbereitungen waren pünktlich zum Beginn um 17.30 abgeschlossen
Angemeldet hatten sich 16 Teilnehmer, von denen leider 3 kurzfristig absagen mussten. Für das erste Treffen war ich aber mehr als zufrieden mit der Teilnehmerzahl. An einem Freitagabend ist im Ruhrgebiet immer viel los auf den Straßen und so kamen einige Teilnehmer etwas verspätet. Ich staunte nicht schlecht, dass zum Beginn des Treffens 19 Aromainteressierte den Weg nach Dortmund gefunden hatten. Ich freute mich auf eine bunte Truppe aus je 1 Kinderkrankenschwester, Heilpraktikerin, Genesungsbegleiterin, Apothekerin, PTA, Kosmetikerin, 11 Krankenschwestern und 2 zahnmedizinischen Fachangestellten.
Es wurde ein reger Austausch zum Thema: Mundpflege mit ätherischen Ölen. Auf Grund des hohen Pflegepersonalanteils konzentrierten wir uns auf die Bereiche Mundtrockenheit, Mundsoor und schmerzhafter Mund. Unsere Zahnspezialisten konnten noch Tipps zum Thema Karies geben.
Da ein Arbeitskreis aber nicht nur aus Theorie bestehen sollte, ging es im 2. Teil ans Probieren:

Zum Einen standen übliche Mundpflegemittel aus dem pflegerischen Alltag zur „Kostprobe“ bereit:

Mundpflege KH

Die meisten der probierten Produkte wurden als „wenig schmackhaft“ bis „eklig“ eingestuft. Eine Teilnehmerin schrieb mir am nächsten Tag, dass ihr immer noch die Zitronensäure der „Zitronenmundpflegelösung“ aus dem Krankenhaus nachliefe.

Deutlich besser kam die „Probier-Ecke“ mit den fetten Ölen und ätherischen Ölen an:

Mundpflege Öle

Ich hatte 2 Mundpflegemischungen für die pflegerischen Probleme „schmerzhafter Mund“ und „Mundsoor“ zum Verkosten angemischt. Das Feedback war hier sehr unterschiedlich und reichte von „sehr schmackhaft“, „wohltuend“ bis „gräußlich“.
Mit den bereitgestellten Materialien konnten dann noch individuelle Mischungen zusammen-
gestellt werden.

Das Fazit war am Ende des Treffens klar: die Mundpflege mit ätherischen Ölen ist ein sehr individuelles Thema. Neben der Wirksamkeit der Mischung muss auch der Geschmack stimmen. Da dieser für Jeden von uns anders ausfällt, sollte Vorlieben erfragt werden.

Natürlich wurde auch ausgiebig in den ausgelegten Aromareporten gestöbert:

Aromareporte

Ab 20 Uhr löste sich das Treffen dann nach und nach auf. Um 21.15 hatten wir den Raum wieder in seine Ursprungsform gebracht und auch die letzten Aromainteressierten waren auf dem Heimweg.

Für mich war die Premiere des Arbeitskreises „Ruhrgebiet“ ein voller Erfolg und ich freu mich schon auf das nächste Treffen.

Ein Dank an dieser Stelle nochmals an die Schulleiter der PhytAro Heilpflanzenschule Dortmund, Gudrun und Peter Germann. Danke, dass wir euer tolles Ambiente nutzen dürfen.

11. Juni 2016

Aromareport 15 ist pünktlich zum Aromakongress 2016 erschienen

Kategorie: Allgemein – Author: Hoch Maria – 18:14

Aromareport 15

Pfefferminzöl, der frische Duft

 

Das Pfefferminzöl verströmt einen frischen Duft

und reinigt ganz schnell, nicht nur die Luft.

Es duftet stark minzig, das ist bekannt

und ist unverkennbar, mentholig prägnant.

 

Es macht die Nase frei und den Kopf klar,

stimuliert den Verstand, das ist wunderbar.

Es pfeift richtig durch und lässt rein denken,

erlaubt, alles in gute Bahnen zu lenken.

 

Dazu weckt der Duft auch noch die Lust,

er belebt die Liebe, wer hat das gewusst.

Pfefferminzöl kann heilsam sein

und vertreibt manchen Schatten wie der Sonnenschein.

 

Es regt an und bringt uns fit in den Tag,

motiviert zu neuen Themen, liefert kreativ den Beitrag.

Genießt diesen Duft, lasst inspiriert Euch leiten,

dann wird er uns noch oft begleiten.

                                                                                          Maria Hoch

8. März 2016

Zollanforderung der BRD für Kräuterdestillen

Kategorie: Allgemein,Duftpflanzen – Author: Susanne Raschke – 09:15

Aufgrund der Nachfrage zur Anmeldung einer Kräuter-Destille beim Zollamt, gebe ich hier gerne meine Erfahrungen vom Jahr 2009 weiter.

Wer in Deutschland eine Kräuter-Destille betreiben will, muss vor dem Kauf den Zoll informieren, sonst macht man sich strafbar, wegen der Brennereiordnung und dem Branntweinmonopolgesetzt.

Ist alles halb so wild wie es sich liest, hier die Maßnahmen dazu:

Ablauf

  1. Kräuter – Destille deiner Wahl festlegen, noch nicht kaufen. Kontakt mit dem Händler aufnehmen, man bekommt schon erste Hinweise zur Zollbearbeitung
  2. Hauptzollamt Stelle deines Wohnorts kontaktieren
    sein Vorhaben Kräuter Destille, Marke, Kennzeichnung, inkl. Größe in Liter Angabe ankündigen. Kontaktadresse geben lassen, für das schriftliche Einreichen.
  3. Sein Vorhaben schriftlich einreichen, inkl. Gewerbeschein oder sonstigen Nachweis der Selbständigkeit, Firma, Schulung usw., Hausadresse wo die Destille platziert wird, weil sie bei einer unangemeldeten Kontrolle auch an diesem Platz stehen sollte. Hinweis dazu von mir, ich habe sie als mobile Kräuter – Destille angemeldet, da man doch Seminar bedingt damit unterwegs ist, somit reicht der Wohnort, wo die Destille steht.
  4. Im Erstgespräch telefonisch abklären, ob der Kauf der Destille frei ist und das schriftliche Einreichen gleichzeitig erfolgen kann. Ich mußte alles erst schriftlich einreichen, danach bekam ich die Rückmeldung.
  5. Wenn die Destille in deinem Besitz ist, bitte das Zollamt informieren, es kommen dann der/die befugten Zollbeamten zur Überprüfung.

    Das wars!
    Ganz einfach und keine Angst, die Zollbeamten w/m sind sehr nett und freundlich. Sie wollen den/die Betreiber/in kennenlernen, sich ein Bild machen von dem, was man schriftlich eingereicht hat und dass kein Schnaps gebrannt wird. Aus meiner Sicht völlig in Ordnung, ist ja auch zum Wohle von uns allen, das kein illegaler Schnaps gebrannt bzw. Fussel in Umlauf gebracht wird, der  zur Blindheit führen kann.
    Somit gilt das gleiche wie bei einer angemeldeten Gewerbeküche, die unangemeldete Kontrolle des Hygienebeauftragten,
    in diesem Fall die Kontrolle durch die/der Zollbeamte/in (manchmal auch zu zweit) erfolgt in Zivilkleidung, Ausweis zeigen lassen.
    Diese Anleitung dient als Richtlinie, der aktuelle Stand liegt mir jetzt nicht vor, kann auch evtl. je Stadt unterschiedlich sein.

    Wünsche allen viel Spaß beim Auswählen der Destille, egal ob Glas, Edelstahl oder Kupfer, ihr werdet schon das Passende finden und los geht’s!
    Viel Freude beim Erkunden der bezaubernden Pflanzenwasser
    duftenden Kräutergrüße
    Susanne Raschke

    www.holledauer-kraeuterwerkstatt.de

    Herstellung von Hydrolaten oder Pflanzenwässern

    Herstellung von Hydrolaten oder Pflanzenwässern

     

24. Februar 2016

Aromatherapie für Tiere

Kategorie: Aromatherapie für Tiere – Author: Hoch Maria – 17:46

eine neue Kategorie, die ab sofort genutzt werden kann. Hier können alle Erfahrungen bzgl. des Einsatzes von ätherischen  und fetten Pflanzenölen mitgeteilt werden.