8. März 2016

Zollanforderung der BRD für Kräuterdestillen

Kategorie: Allgemein,Duftpflanzen – Author: Susanne Raschke – 09:15

Aufgrund der Nachfrage zur Anmeldung einer Kräuter-Destille beim Zollamt, gebe ich hier gerne meine Erfahrungen vom Jahr 2009 weiter.

Wer in Deutschland eine Kräuter-Destille betreiben will, muss vor dem Kauf den Zoll informieren, sonst macht man sich strafbar, wegen der Brennereiordnung und dem Branntweinmonopolgesetzt.

Ist alles halb so wild wie es sich liest, hier die Maßnahmen dazu:

Ablauf

  1. Kräuter – Destille deiner Wahl festlegen, noch nicht kaufen. Kontakt mit dem Händler aufnehmen, man bekommt schon erste Hinweise zur Zollbearbeitung
  2. Hauptzollamt Stelle deines Wohnorts kontaktieren
    sein Vorhaben Kräuter Destille, Marke, Kennzeichnung, inkl. Größe in Liter Angabe ankündigen. Kontaktadresse geben lassen, für das schriftliche Einreichen.
  3. Sein Vorhaben schriftlich einreichen, inkl. Gewerbeschein oder sonstigen Nachweis der Selbständigkeit, Firma, Schulung usw., Hausadresse wo die Destille platziert wird, weil sie bei einer unangemeldeten Kontrolle auch an diesem Platz stehen sollte. Hinweis dazu von mir, ich habe sie als mobile Kräuter – Destille angemeldet, da man doch Seminar bedingt damit unterwegs ist, somit reicht der Wohnort, wo die Destille steht.
  4. Im Erstgespräch telefonisch abklären, ob der Kauf der Destille frei ist und das schriftliche Einreichen gleichzeitig erfolgen kann. Ich mußte alles erst schriftlich einreichen, danach bekam ich die Rückmeldung.
  5. Wenn die Destille in deinem Besitz ist, bitte das Zollamt informieren, es kommen dann der/die befugten Zollbeamten zur Überprüfung.

    Das wars!
    Ganz einfach und keine Angst, die Zollbeamten w/m sind sehr nett und freundlich. Sie wollen den/die Betreiber/in kennenlernen, sich ein Bild machen von dem, was man schriftlich eingereicht hat und dass kein Schnaps gebrannt wird. Aus meiner Sicht völlig in Ordnung, ist ja auch zum Wohle von uns allen, das kein illegaler Schnaps gebrannt bzw. Fussel in Umlauf gebracht wird, der  zur Blindheit führen kann.
    Somit gilt das gleiche wie bei einer angemeldeten Gewerbeküche, die unangemeldete Kontrolle des Hygienebeauftragten,
    in diesem Fall die Kontrolle durch die/der Zollbeamte/in (manchmal auch zu zweit) erfolgt in Zivilkleidung, Ausweis zeigen lassen.
    Diese Anleitung dient als Richtlinie, der aktuelle Stand liegt mir jetzt nicht vor, kann auch evtl. je Stadt unterschiedlich sein.

    Wünsche allen viel Spaß beim Auswählen der Destille, egal ob Glas, Edelstahl oder Kupfer, ihr werdet schon das Passende finden und los geht’s!
    Viel Freude beim Erkunden der bezaubernden Pflanzenwasser
    duftenden Kräutergrüße
    Susanne Raschke

    www.holledauer-kraeuterwerkstatt.de

    Herstellung von Hydrolaten oder Pflanzenwässern

    Herstellung von Hydrolaten oder Pflanzenwässern

     

24. Februar 2016

Aromatherapie für Tiere

Kategorie: Aromatherapie für Tiere – Author: Hoch Maria – 17:46

eine neue Kategorie, die ab sofort genutzt werden kann. Hier können alle Erfahrungen bzgl. des Einsatzes von ätherischen  und fetten Pflanzenölen mitgeteilt werden.

28. Januar 2016

Visite Aromatherapie

Kategorie: Aromapflege,Aromatherapie – Author: Verena Grewenig – 09:15

Hallo zusammen,

gestern kam ein toller Bericht im NDR

http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Aromatherapie-Mit-Dueften-heilen,aromatherapie100.html

Viel Spaß beim Anschauen

Liebe Grüße

Verena

22. Januar 2016

Osmologie – Düfte bewusst riechen und wahrnehmen

Kategorie: Allgemein,Aromapflege,Aromareport,Aromatherapie,Duftpflanzen,Wissenschaft – Author: Hoch Maria – 18:31

Die letzte Ausgabe der Fachzeitschrift für Aromatherapie, Aromapflege und Aromakultur befasst sich intensiv mit dem Themenschwerpunkt der Osmologie. Eine spezielle Arbeit, die sich u.a. damit beschäftigt, Düfte intensiv wahrzunehmen. Eine spannende Ausgabe siehe: Aromareport 14 !

Düfte wahrnehmen

Gerade in der Winterzeit

bringen die Düfte Heiterkeit.

Rieche, nimm sie richtig wahr,

sie vertreiben die Ängste, ist doch klar.

 

Und riechst Du noch mal ganz bewusst,

am Lieblingsduft mit Herzenslust,

erlebst Du Friede, Stress lässt nach,

der Duft gibt das, was er versprach.

 

Man kann ihm lauschen, immer weiter

er geht mit Dir, wie ein Begleiter.

Er kann Dich auch nach innen führen,

und öffnen manch’ verschlossne Türen.

 

Genieße die Düfte und nimm Dir Zeit,

beobachte mit Achtsamkeit.

Und immer der Nase nach mit herrlichen Düften,

dann werden sie manches Geheimnis lüften.

 

Sie erhellen an dunklen Wintertagen

und die lichtvollen Stunden, sie überragen.

Sie vermitteln uns Geborgenheit,

die man so oft braucht in der stillen Zeit.

                                                                                         

                                                                                  Maria Hoch, im Dezember 2015

Aromareport 14 © Maria Hoch Aromacampus

30. Dezember 2015

Hautsoor Intimbereich

Kategorie: Aromapflege – Author: Tanja Kapell – 23:07

Am 25.11.2015 nahmen wir einen Herrn Jahrgang 1957 in unserem Hause auf. Als Grunderkrankung lag ein Glioblastom mit infaustem Verlauf vor. Während seines Kranken-
hausaufenthaltes war der Gast mit einem Tracheostoma, einer PEG und einem SPK versorgt wurden. Nebenbefundlich lag ein Diabetes mellitus und eine Pseudomonasbesiedelung des Tracheostomas vor.
Da der Herr in somnolentem Zustand einzog, wurde er auf einer Wechseldruckmatratze gebettet und Mikrolagerungen durchgeführt, denn eine Seitenlagerung wurde kaum toleriert.
Am Aufnahmetag fiel eine Hautveränderung im Intimbereich auf, die im Pflegebericht nicht erwähnt wurde. Wir hielten dieses Bild am 26.11.2015 fotografisch fest:

A 26.11.2015 Gesäß (1) ohne

A 26.11.2015 Intimbereich ohne

An der Analfalte entlang zeigte sich eine ca. 12 cm lange und bis zu 2 cm breite trockene, schuppende Hautveränderung. Das gleiche Hautbild zeigte sich großflächig im Intimbereich und an beiden Oberschenkeln.
Da es sich für uns eindeutig um einen Hautsoor handelte, wendeten wir 2 mal täglich das „Hautsoor-Öl“ an:

40 ml Johanniskrautöl (Hypericum perforatum)
10 ml Nachtkerzenöl (Oenothera biennis)
5 gtt Manuka (Leptospermum scoparium)
5 gtt Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
5 gtt Lavendel extra (Lavandula angustifolia)
5 gtt Palmarosa (Cymbopogon martini)

Dieses Vorgehen hielten wir bis zur nächsten Fotodokumentation am 4.12.2015 bei:

B 04.12.2015 Gesäß ohne

B 04.12.2015 Intimbereich ohne

Die Haut am Gesäß hatte sich schon deutlich regeneriert. Lediglich wenige kleine „Pilzinseln“ waren noch am oberen Pol vorhanden und die Haut war noch leicht gerötet. Auch im Intimbereich und an den Oberschenkeln war ein Erfolg sichtbar. Die befallene Haut löste sich zunehmend. Bei diesem Ergebnis veränderten wir die Behandlung nicht.

Am 10.12.2015 zeigten die Bilder Folgendes:

C 10.12.2015 Gesäß ohne

C 10.12.2015 Intimbereich ohne

Der Soorbefall zog sich weiter kontinuierlich zurück und die Haut regenerierte sich. Da die Wirkung der Aromapflegemischung überzeugte, behielten wir die Einreibung 2 mal täglich bei.
Der Gast verstarb am 13.12.2015.

29. Dezember 2015

Ätherische Öle als Hilfe bei Achillodynie

Kategorie: Allgemein,Aromapflege,Aromatherapie – Author: Stefan Berger – 16:33

Die Achillodynie ist ein entzündliches Schmerzsyndrom der Achillessehne, des Ansatzes der Wadenmuskulatur am Fersenbein. In den allermeisten Fällen ist eine genaue Ursache nicht erkennbar.

Die Veränderungen im Gewebe treten in der Regel ca. 2–6 cm oberhalb des Ansatzes am Fersenbein auf, kennzeichnend ist Druckschmerz bei Druckausübung auf die Achillessehne mit Daumen und Zeigefinger. Chronische Verläufe sind nicht selten,  eine Komplikation dabei ist der Riss der Achillessehne.

Bei fortschreitendem und chronischem Verlauf einer Achillodynie kommt es zu einer Rötung und Überwärmung im entzündeten Bereich und  zu tastbarer Knotenbildung durch vernarbtes Gewebe. Der morgendliche Anlaufschmerz ist für viele der treue Begleiter am Morgen.

Was kann man dagegen tun ?

Prophylaktisch ist es wichtig die Wadenmuskulatur zu kräftigen und gleichzeitig aber auch zu dehnen. Ansonsten gibt´s viele Möglichkeiten sich selbst zu helfen und die Symptome zu lindern:

  • die Sehne entlasten durch Reduzierung oder Einstellung von Belastungen (Sport, …)
  • kalte Umschläge bei akuten Entzündungen
  • Wärme bei chronischen Schmerzen, ob gerade Wärme oder Kälkte besser ist, müssen Sie selber ausprobieren
  • Quarkauflage, ca. 15 Minuten, 1 – 2 x täglich
    Quark kühlt, lindert damit den Entzündungsschmerz, lässt das Gewebe abschwellen und leitet die Überwärmung ab. Quark wirkt bei direktem Kontakt mit der Haut anziehend auf Entzündungsstoffe. Die Quarkauflage ist ein tiefenwirksamer Kältespender mit lang anhaltender Wirkung. Sobald der Quark getrocknet ist, wird die Durchblutung gefördert und damit der Heilungsprozess beschleunigt.
  • Packung mit Heilerde
    Heilerde führt bei direktem Kontakt mit der Haut zu Mehrdurchblutung am Ort des Geschehens, wodurch vermehrt Stoffwechselprodukte abtransportiert werden.

Was Ärzte oft empfehlen:

  • Salbeneinreibungen, z. B. mit Diclofenac
  • Spezielle Bandagen
  • Injektionen mit Kortison sind unter Ärzten umstritten
  • Stoßwellentherapie
  • Ultraschallanwendungen

Was kann die Aromapflege dazu leisten ?

Gundsätzlich sind alle ätherischen Öle, welche antiinflammatorisch (entzündungshemmend) und analgetisch (schmerzlindernd) wirken, zu gebrauchen.

Als antiinflammatorisch wirkende Öle gelten u.a.

  • Wintergrün (Gaultheria fragrantissima)
  • Latschenkiefer (Pinus mugo syn Pinus pumilionis)
  • Weißtanne (Abies alba)
  • Cajeput (Melaleuca leucadendron syn. Melaleuca cajeputi)

Als analgetisch wirkende Öle können unter anderem folgende ätherische Öle verwendet werden:

  • Pfefferminze (Mentha piperita)
  • Weihrauch (Boswelia sacra syn. Boswelia carterii), das Öl aus dem Jemen ist durch seinen hohen Gehalt v.a. an dem kortisonähnlichen alpha-Pinen besser geeignet als das Öl aus Eritrea oder Äthiopien
  • Lavendel (Lavandula angustifolia)

Als fettes Basisöl kommt das Johanniskrautöl in Betracht(ein Mazarat, mehr dazu Aromareport 5: Fachzeitschrift für Aromatherapie, Aromapflege und Aromakultur Themenschwerpunkt: Johanniskraut ).

Folgende 3%-ige Mischung ergibt sich dann aus den obigen Ölen:

100ml Johanniskrautöl bio, dazu:

Wintergrün bio (Gaultheria fragrantissima) 15 Tropfen
Latschenkiefer bio (Pinus mugo) 10 Tropfen
Lavendel bio (Lavandula angustifolia) 10 Tropfen
Weihrauch bio Jemen (Boswelia sacra) 5 Tropfen
Weißtanne bio (Abies alba) 10 Tropfen
Pfefferminze bio (Mentha piperita) 5 Tropfen
Cajeput bio (Melaleuca leucadendron) 5 Tropfen

Mit dieser Grundmischung Öl 3 – 4 mal täglich die betroffene Stelle einreiben, nach ungefähr 5 Tagen einen Tag lang pausieren und dann wieder beginnen mit der Einreibung. Das wichtigste bei der Behandlung der Achillodynie ist Geduld. Das kann ich aus eigener Erfahrung mit dem Öl und aus der Erfahrung vieler aus dem Bekanntenkreis, denen ich die Mischung ebenfalls gemischt habe, berichten.

Natürlich kann diese Grundmischung auch in den Quark oder die Heilerde gemischt und damit eine Auflage durchgeführt werden. Dazu 20 Tropfen der Grundmischnung mit dem Quark oder der Heilerde verrühren, auf die Sehne auflegen und einwirken lassen.

Auch ein entpannendes Fußbad mit ätherischen Ölen kann zwischendruch ganz angenehm sein.

Die Grundmischung dazu:

  • 5 Tropfen Latschenkiefer bio (Pinus mugo)
  • 5 Tropofen Zirbelkiefer bio (Pinus cembra)
  • 10 Tropfen Weißtanne bio (Abies alba)
  • 5 Tropfen Fichte bio (Abies sibirica)
  • 5 Tropfen Litsea (Litsea cubeba)

3 Tropfen dieser Grundmischung zusammen mit einem Emulgator ( ich nehme am liebsten Meersalz) in das maximal körperwarme Wasser (max. 38°C) der Schüssel geben und das wohltuende, entspannende Fußbad genießen.

18. Dezember 2015

Hämatom nach Lysetherapie

Kategorie: Aromapflege – Author: luebke – 19:09

Aufgrund einer Lungenembolie musste sich eine Patientin auf unserer Intensivstation am 11.08. einer Lyse-Therapie unterziehen.
Die Maßnahme dient zur Auflösung eines Thrombus in der Lungenstrombahn. Dabei kann es zu massiven Einblutungen führen, da das Blut für einen bestimmten Zeitraum nicht gerinnen kann. Bei unserer Pat. kam es dabei zur Einblutung in den rechten Arm, wo am Vortag eine venöse Punktion stattgefunden hatte.

Arm Hämatom

Arm Beginn


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Wir begannen nach ärztlicher Rücksprache den Arm 3xtgl. mit einer Aromaölmischung mit Immortelle und Cistrose zu versorgen. Die hämolysierende und entstauende Wirkung der ätherischen Öle und die Hochlagerung des Armes zeigte sich nach ca. 5 Tagen mit Anzeichen der Hämatomverteilung. Auch klagte die Pat. zunehmend weniger über Schmerzen und ein Spannungsgefühl im rechten Arm. Sie benötigte keine Analgetika.

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Nach ca. 10 Tagen war die Schwellung am Handrücken deutlich rückläufig. Große Sorge bestand in der Entstehung eines Abszesses und einer Infektion. Beides ist nicht eingetreten.

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Am 27.08. war der Arm wieder deutlich abgeschwollen und die Patientin konnte mit ein paar kleinen blauen Flecken entlassen werden.

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Folgende Mischung (3% tig) wurde angewendet
10gtt. Cistrose (Cistus ladaniferus)
10gtt. Immortelle (Helichrysum italicum)
5gtt. Lavendel (Lavandula officinalis)
5gtt. Cajeput (Melaleuca cajeputi)
auf 50ml Johanniskrautöl (Hypericum perforatum)

Auf diesem Weg möchte ich mich bei meinen Kollegen, das Vertrauen der Ärzte und den ätherischen Ölen bedanken.
Für mich ist die Wirkung der Öle immer wieder nach sovielen Jahren die ich nun schon mit ihnen arbeite, eine wunderbare Erfahrung. Die Patientin schätze die Aufmerksamkeit die wir ihr in unseren oftmals hektischen Betrieb zukommen lassen konnten, und mochte den Duft des Öles sehr. Die Aromapflege ist eine große Bereicherung in der Krankenpflege und für viele nicht mehr wegzudenken.

5. Dezember 2015

Sacral-Dekubitus

Kategorie: Aromapflege – Author: Tanja Kapell – 16:27

Einen Herrn Jahrgang 1931 mit Zustand nach Tetraparese bei Sepsis mit akutem Nierenversagen sowie Spondylodiszitis BWK I und II nahmen wir am 11.06. im Hospiz auf.
Er war mit einer massiven Schluckstörung und Ablehnung einer PEG bei vorliegender Patientenverfügung angekündigt wurden.
In den nächsten Tagen stellte sich die Schluckstörung als rückläufig heraus. Auch die Arme konnte der Herr wieder besser nutzen, wobei der linke Arm sich deutlich schwächer zeigte.
Durch die ausschließliche Rückenlage hatte sich schon in der Klinik ein Dekubitus auf der rechten Gesäßhälfte gebildet.
Am 16.06. zeigte sich die Situation wie folgt:

16.06.2015 4 ohne

Eine trockene, ca. 4 cm x 2 cm messende Nekrose hatte sich deutlich demarkiert. Die Wundumgebung war sichtbar gerötet und beim Abtasten auch verhärtet.
Als Aromapflegemischung entschieden wir uns für die „Wundpflegemischung A“ nach Maria Hoch:

Grundmischung:

20 ggt Cajeput (Melaleuca cajeputi)
50 ggt Lavendel fein (Lavendula angustifolia)
20 ggt Basilikum (Ocimum basilicum)
10 ggt Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
60 ggt Teebaum (Melaleuca alternifolia)
10 ggt Thymian linalool (Thymus vulgaris ct linalool)
20 ggt Thymian thymol (Thymus vulgaris ct thymol)
20 ggt Zimtrinde (Cinnamomum verum)

Von der Grundmischung gaben wir 10 ggt auf 100 ml NaCl 0,9%. Diese Lösung sprühten wir auf die Nekrose, ließen es leicht antrocknen und deckten den Dekubitus mit einen Schaumverband ab.
Leider war auch bei uns keine Seitenlagerung möglich. Der Herr wurde auf eine Wechseldruckmatratze gebettet und wir führten Mikrolagerungen durch. Alle druckexponierten Stellen wurden mit unserem „Hautpflegeöl“ zur Dekubitusprophylaxe 2 mal täglich eingerieben:

15 ml Jojobaöl (Simmondsia chinensis)
35 ml Mandelöl süß (Prunus dulcis)
8 gtt Lanvendel fein (Lavandula angustifolia)
5 gtt Benzoe siam (Styrax tonkinensis)
2 gtt Karottensamen (Daucus carota)

Die nächste Fotodokumentation führten wir am 25.06. durch:

25.06.2015 1 ohne

Die Nekrose löste sich langsam von den Rändern her und zeigte dort Fibrinbeläge.
Wir behielten unser Vorgehen bei und hielten die Wunde am 1.07. erneut fotogrfisch fest:

01.07.2015 1

Die Größe des Dekubitus veränderte sich nicht nennenswert, allerdings löste sich die Nekrose weiter und so machten auch wir unverändert weiter, bis sich am 8.07. dieses Bild beim Verbandswechsel zeigte:

08.07.2015 1 ohne

Die harte Nekrose hatte sich vollständig aufgelöst war nur noch mittig mit dem Wundgrund verbunden. Die Wundränder zeigten sich gut durchblutet, aber auch verquollen. Ich dosierte die Tropfenzahl der Grundmischung auf 5 ggt pro 100 ml NaCl 0,9% herunter, da wir jetzt mit den ätherischen Ölen direkt in die Wundbehandlung gingen. Ein Verbandwechsel wurde täglich durchgeführt.

Am 15.07. hielten wir den Wundzustand erneut bildlich fest:

15.07.2015 2 ohne

Langsam zeigte sich uns das gesamte Ausmaß der Schädigung. Da sich die Nekrosereste weiter lösten, bekamen wir einen besseren Blick „in“ die Wunde. Der Dekubitus ging weiter in die Tiefe als wir vermuteten. Es entleerte sich nun mehr Wundsekret, so dass wir 2 mal täglich den Verbandswechsel durchführen mussten. Es schien eine Reinigung einzusetzen. Um das Sekret besser aufzufangen, änderten wir das Verbandmaterial. Wir nutzen jetzt einen sanft haftenden Schaumverband, legten zusätzlich Saugkompressen auf und fixierten alles mit einer transparenten Verbandfolie. So sollte auch der entstehende Wundgeruch eingedämmt werden.

Eine erneute Fotodokumentation am 21.07. zeigte dieses:

21.07.2015 2 ohne

Die Nekrose hatte sich völlig aufgelöst., dicke Fibrinbeläge „klebten“ am Wundgrund. Die Wundumgebung zeigte gut durchblutete, aber auch weiterhin erhabene Wundränder. Zusätzlich wurden jetzt auch deutlich Wundtaschen sichtbar. Diese wurden mit der Wundpflegemischung ausgespült, dann die gesamte Wunde nochmals ausgiebig besprüht. Die Verbandtechnik behielten wir bei.

Ab dem 25.07. schien eine erneute Reinigungsphase der Wunde einzusetzen, da wieder deutlich mehr Wundsekret gebildet wurde. Die Wunde musste zeitweise 3 mal täglich verbunden werden, so dass im Team eine neue Versorgung diskutiert wurde.
Wir entschieden uns für Ligasano, welches passgenau in die Wundhöhle eingelegt wurde. Zusätzlich wurde die Wunde mit einer weiteren Lage abgedeckt und Saugkompressen verwendet. Natürlich wurde auch wieder alles fixiert. Die direkte Wundbehandlung behielten wir bei.

Erste Erfolge zeigten sich schon zwei Tage später. Der Verbandswechsel musste nur noch 2 mal täglich erfolgen, da deutlich mehr Sekret vom Verbandsmaterial aufgenommen wurde. Die Fibrinbeläge lösten sich zunehmend und der Wundgeruch war deutlich eingedämmt.
Die Wunde wurde weiterhin bei jedem Verbandswechsel mit der Wundpflegelösung ausgespült und eingesprüht.

Am 2.08. hielten wir den Wundzustand erneut fotografisch fest:

02.08.2015 ohne

Die Fibrinbeläge hatten sich fast gänzlich gelöst und die Wundhöhle war jetzt deutlich besser einsehbar. Der Wundgrund erschien sauber und gut durchblutet, ebenso wie die etwas aufgequollenen Wundränder. Wundexsudat bildete sich kaum noch und so kam es auch nicht zu einem übermäßigen Wundgeruch. Bei diesem Ergebnis behielten wir die aktuelle Wundversorgung weiterhin bei.

Die nächste Fotodokumentation führten wir am 11.08. durch:

11.08.2015 2 ohne

11.08.2015 1 ohne

Wir waren mit dem weiteren Verlauf der Wundheilung zufrieden. Die Wundhöhle hatte sich gut gesäubert und es waren kaum noch Fibrinbeläge vorhanden. Auch die Nekrose hatte sich völlig gelöst. Ebenso war kaum noch Wundgeruch wahrzunehmen und das Wundexsudat hatte in der Menge auch stark abgenommen.

Die Wunde zeigte sich weiterhin gut durchblutet ohne Beläge und Wundgeruch. Ich stellte einen neuen Wundpflegespray zusammen:

200 ml NaCl 0,9 %
2 ggt Weihrauch arabisch (Boswellia sacra)
2 ggt Benzoe siam (Styrax tonkinensis)
1 ggt Kamille blau (Matricaria recutita)
3 ggt Karottensamen (Daucus carota)
4 ggt Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
2 ggt Myrrhe (Commiphora molmol)
3 ggt Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
5 ggt Sanddornfruchtfleischöl

Mit dieser Mischung wurde die Wunde täglich im Zuge des Verbandswechsels behandelt.

Die erneute Fotodokumentation fand am 17.08.2015 statt und zeigte folgende Wundsituation:

17.08.2015 1 ohne

17.08.2015 2 ohne

Am Wundgrund auf 1 Uhr ist noch eine kleine Fibrinauflagerung angehaftet. Die restliche Wunde ist frei von sonstigen Belägen, sezerniert kaum und es ist kein Wundgeruch wahrnehmbar.
Das Vorgehen bei der Wundbehandlung wurde beibehalten.

Am 27.08. hielten wird die aktuelle Wundsituation erneut fotografisch fest:

27.08.2015 1 ohne

27.08.2015 2 ohne

Die Fibrinauflagerung auf 1 Uhr hatte sich gelöst, der komplette Wundgrund war somit frei von Belägen. Die Wunde zeigte eine gute Granulationstendenz und so wurde der Verbandswechsel wie gehabt durchgeführt.

Die Fotodokumentation am 13.09.2015 zeigte Folgendes:

K13.09.2015 1 ohne

K13.09.2014 2 ohne

Die Wunde verkleinerte sich sichtlich in der Größenausdehnung wie auch in der Tiefe. Die Wundränder stellten sich gut durchblutet dar und so änderten wir das Verbandsmaterial. In die Wundhöhle wurde weiterhin ein Ligasano-Streifen zur Tamponade von evtl. auftretendem Wundsekret eingelegt. Dann wurde die Wunde mit einer Zetuvit-Saugkompresse abgedeckt und mit Opsite-Folie fixiert. Die Wundmischung behielten wir bei.

Die nächste Fotodokumentation führten wir am 27.09.2015 durch:

O27.09.2015 1 ohneO27.09.2015 2 ohne

Die Wundtiefe hatte sich durch Granulationsgewebe weiter verringert. Die Wundränder zeigten sich gut durchblutet und die Wundgröße hatte sich weiterhin verringert.
Bei diesem Wundzustand behielten wir die aktuelle Versorgung bei bis zum 6.10.2015.
Dann hatte sich ein eitriger-grünlicher Belag auf der Wunde gebildet. Hinzu kam ein stark übelriechender Wundgeruch und so wurde der Wundpflegespray angepasst:

200 ml NaCl 0,9%
6 ggt Manuka (Leptospermum scoparium)
6 ggt Niauli (Melaleuca viridiflora)
4 ggt Kamille blau (Matricaria recutita)
10 ggt Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
10 ggt Palmarosa (Cymbopogon martini)
4 ggt Immortelle (Helichrysum italicum)
8 ggt Pfefferminz (Mentha piperita)
10 ggt Sanddornfruchtfleischöl
Das Wundmaterial behielten wir bei und führten den Verbandswechsel täglich durch.

Am 10.10.2015 zeigte die Fotodokumentation dieses Bild:

R10.10.15 (2) ohne

R10.10.15 ohne

(Bei der Datumsangabe auf dem Wundlineal hat sich die Kollegin im Monat vertan.)

Zwei Tage später hatte sich der Wundbelag schon deutlich reduziert und es war kein Wundgeruch mehr wahrnehmbar. Wir waren also scheinbar auf dem richtigen Weg und so machten wir weiter.

Die erneute Fotodokumentation wurde am 15.10.2015 durchgeführt:

S15.10.2015 2 ohne

Der Wundgrund war wieder völlig frei von Belägen und granulierte zusehends. Ein Wundgeruch war nicht mehr wahrzunehmen. Die gesamte Wunde verkleinerte sich von ihrer Größe.

Die letzte Fotodokumentation führten wir am 25.10.2015 durch:

T25.10.2015 1 (4) ohne

Die Heilungstendenz der Wunde war weiterhin ersichtlich. Die Wunde war völlig reizfrei.

Da sich der Allgemeinzustand des Herren stabilisiert hatte, war die Unterbringung in einem Hospiz nicht mehr passend. Mit der Familie war im Vorfeld schon nach einer besseren Unterbringung für ihn gesucht wurden und so fand am 26.10.2015 die Verlegung in ein Altenheim statt.
Unser Gast hat sich nach fast einem Monat dort sehr gut eingelebt und genießt seine gewonnene Lebensqualität. Hat er bei uns doch überwiegend im Bett immer in der gleichen Position liegen wollen, wird er dort regelmäßig in den Rollstuhl mobilisiert und nimmt am Beschäftigungsprogramm teil.
Wie sich der noch geringgradige Hautdefekt weiterentwickelt hat, ist uns nicht bekannt.

Ein solch langer Behandlungsverlauf ist für unser Arbeitsfeld sehr ungewöhnlich und so hat es uns doch stark beeindruckt.

14. November 2015

Vorzeitige Wehentätigkeit

Kategorie: Allgemein – Author: Konstanze Schories – 23:48

Hallo zusammen,

eine Freundin hat vorzeitige Wehen und hat von ihrer Hebamme das Tokolyse Öl von Stadelmann empfohlen bekommen.

Nun gibt es das aber nicht mehr. Weiß jemand zufällig warum und hat jemand ein Rezept oder eine Empfehlung? In meinen ganzen Fachbüchern habe ich nichts zu diesem Thema finden können.

vielen Dank für Eure Mühe,

Konstanze

6. Oktober 2015

34ièmes Journées Internationales Huiles Essentielles et Extraits

Kategorie: Allgemein,Aromapflege,Aromareport,Aromatherapie – Author: Hoch Maria – 10:37

im Auftrag von Monika Werner:

Im Frühjahr erreichte mich die Anfrage der APPAM (Association pour la Promotion des Plantes à Parfum, Aromatiques et Médicinales), ob ich bereit wäre, an deren 34. internationalen Tagen der ätherischen Öle und Extrakte einen Vortrag zu halten. Das von den Veranstaltern gewünschte Thema lautete: „Ätherische Öle in Heil- und Pflegeeinrichtungen – ein langer und schwieriger Weg, Beispiele aus Deutschland“.

Am 23. September war dann mein Auftritt als „Exotin“: zum ersten Mal eine Therapeutin und zum ersten Mal eine Deutsche, die auf diesem Kongress sprach, der bislang eine Veranstaltung für Parfumeure war. Mein Mann musste spontan als Übersetzer einspringen, da die bestellte Übersetzerin plötzlich verhindert war.

Schon gleich danach und auch in den darauffolgenden Tagen nach dem gelungenen Vortrag (erfolgreich auch dank der bereitwilligen Mithilfe der AFI-Mitglieder Tanja Kapell und Susanne Seitel, die mir Fotodokumentationen und Erfahrungsberichte zur Verfügung gestellt hatten) erreichten mich viele positive Reaktionen. Hochangesehene Parfumeure bedankten sich bei mir dafür, dass ich ihnen eine neue Perspektive der Betrachtung ätherischer Öle vermittelt hatte: ätherische Öle duften nicht nur, sie können auch helfen und heilen.

Bei der anschließenden Diskussion beschäftigten sich die meisten der an mich gerichteten Fragen mit dem Thema „Allergien – allergische Reaktionen“ – ein Thema, das den Parfumeuren, die mit ätherischen Ölen arbeiten, auf den Nägeln brennt.

Aber auch ich konnte von dieser Veranstaltung profitieren, denn hier kamen Themen zur Sprache, mit denen wir Therapeuten normalerweise nicht in Berührung kommen.

Monika Werner, MontjoiMonika Werner, Montjoi (Foto: Bernard Faure, APPAM)